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Silvester-Menü: Mezze

Veröffentlicht am

Letztes Jahr gabs an Silvester (in nahezu gleicher Besetzung) Fondue und weil das so einfach und schnell geht und niemand viel vorbereiten muss, war das auch heuer der Plan. Nachdem aber einige der Gäste schon in der Woche vor Silvester Fondue hatten, sind wir auf Mezze umgeschwenkt. Mezze sind zwar aufwändiger, aber man kann sie ebenfalls über Stunden essen. Während des Essens ist mir aufgefallen, dass die arabischen Vorspeisen eigentlich super zu Tischgrill passen würden…

Es gab:

  • Hummus (aus dem türkischen Lebensmittelgeschäft)
  • Antipasti: Oliven, Teufelshörnchen und Cherrytomaten
  • Baba Ganoush
  • Olivenöl mit Zataar
  • Taboulé
  • Joghurtsauce mit Knoblauch und wenig Olivenöl
  • Marokkanischer Salat
  • Rucolasalat
  • Muhammara, die einer der Gäste mitgebracht hat
  • Hackfleischbällchen und Falaffel
  • dazu Fladenbrot und Pita (gekauft im Coop), Baguette vom Bäcker
  • Als Süsses danach: Physalis mit Schokoladenüberzug wie ich sie aus dem Tessin und Norditalien kenne, Mohn-Orangen-Guetsli die noch von Weihnachten übrig waren und Lokoum

Taboulé
(für 4 Personen als Hauptmahlzeit – mindestens)

Taboulé ist eigentlich ein Petersiliensalat mit einigen anderen Zutaten. In Europa ist Taboulé aber zum Überbegriff für Salate mit Couscous oder Bulgur geworden. Und weil viele einen Salat aus hauptsächlich Petersilie nicht mögen, schränke auch ich meinen Petersilienverbrauch etwas ein. Für dieses Taboulé habe ich etwa 1,5 Bund Petersilie genommen.

Taboulé

1 grosses Glas Couscous
ca. 3 Packungen Cherrytomaten, geviertelt oder 4-6 grosse Tomaten, gewürfelt
1 kleine Gurke, gewürfelt
2-3 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
Petersilie, fein gehackt – so viel man mag
Saft einer Zitrone
ca. 3 EL Olivenöl
Salz&Pfeffer

Couscous nach Packungsangabe zubereiten, zusammen mit dem Couscous etwas Olivenöl ins kochende Salzwasser geben und vor dem unterheben in den Salat mit einer Gabel lockern.

Alle Zutaten mischen, mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken. Zimmerwarm servieren.

Baba Ganoush
(für 6 Personen aufwärts, als Beilage zu Brot etc.)

Baba Ganoush oder Baba Ganouj ist eine Auberginen-Creme mit Tahin (Sesampaste). Selbst überzeugte Auberginenhasser finden diese „Creme“ ganz erträglich 🙂
Es kursieren etliche Rezepte für Baba Ganoush. Hier habe ich ein Rezept aus dem Kochbuch „World Food Café“ von Carolyn und Chris Caldicott, erschienen 2010 im Verlag Freies Geistesleben als Vorlage genommen. Persönlich ist mir diese Version lieber, als die mit Naturejoghurt (wird mir zu sättigend), ebenfalls sehr gerne mag ich dieselbe Auberginenpaste ohne die Zugabe von Tahin. Dann wird sie deutlich flüssiger und sehr viel leichter.

Baba Ganoush

1-2 Auberginen (ich habe 2 mittelgrosse genommen)
2 Knoblauchzehen
2 EL Tahin (Sesampaste – gibts im türkischen Lebensmittelladen oder in grossen Supermärkten)
1 EL Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
Salz&Pfeffer

gehackte Petersilie und Paprikapulver zum Garnieren

Die Auberginen entweder (bevorzugte Version, weil die Röstaromen der original Baba Ganoush so entstehen können) auf eine Grillgabel oder ähnliches aufspiesen und über dem offenen Feuer (z.B. die Flamme des Gasherds 🙂 ) so lange rösten, bis die Schale braun wird und Blasen wirft, oder die Auberginen halbieren und in der Grillpfanne ohne Öl oder im Backofen so lange braten/backen bis die Schale ebenfalls braun wird und Blasen wirft und das Fruchtfleisch sich bräunlich verfärbt. Die Auberginen abkühlen lassen, bis man sie problemlos anfassen kann. Dann die Haut einfach abziehen (das sollte nun ganz einfach gehen, gehts doch nicht, kann man sie ja auch einfach mit dem Messer abschneiden), das Fruchtfleisch auspressen (da sollte nun viel Flüssigkeit austreten) und pürieren.

In einer Schüssel das Tahin, das Olivenöl und den Zitronensaft untermischen, den Knoblauch dazupressen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Glattstreichen und mit Petersilie und Paprikapulver garnieren.

Am besten mit Pita oder ähnlichem servieren.

Marokkanischer Salat
(für 3-4 Personen als einzige Beilage)

„Das ist quasi Griechischer Salat, nicht?“, hat einer der Gäste gefragt. Und so ist es 🙂

Marokkanischer Salat

Geschälte Gurkenscheiben, frische Tomatenstücke (am besten vorher etwas abtropfen lassen), dünne rote Zwiebelringe und schwarze und grüne Oliven in eine Schüssel schichten und mit Zitronensaft, Olivenöl, Pfeffer und Pfefferminze abschmecken.

Soll es laut Carolyn und Chris Caldicott’s „World Food Café“ (2010, Verlag Freies Geistesleben) in Marokko zu jedem Gericht geben. Und was in Marokko gut ist, ist auch hier gut 🙂 Aber etwas flüssig, deswegen der Tipp, die Tomatenstücke abtropfen zu lassen, bevor man sie zum Salat gibt.

Dijrdjer (Rucolasalat)
(für 3-4 Personen als einzige Beilage)

Von diesem Salat habe ich leider kein Bild, aber er sieht aus, wie ein Rucolasalat halt aussieht. Nur schmeckt er absolut fantastisch. Ich kann ihn jedem nur ans Herz legen!

(Rezept aus dem wunderschönen (!!) Buch „Mazza – aus der feinen Küche Syriens“ von Saliba, in der 3. Auflage 2008 bei Lars Müller Publishers erschienen)

ca. 100 g Rucola (ich habe 50g Rucola und 50g roten Schnittsalat gemischt, sieht schöner aus)
Saft einer halben Zitrone
3 EL Olivenöl
1 Teelöffelspitze Sumak
1 Teelöffelspitze „Segenkerne“ (aka schwarzer Kümmel)
Salz
100g Feta
100g Kirschtomaten
1 Zweig Basilikum

Salat putzen, harte Stiele entfernen. Zitronensaft, Olivenöl, Sumak, Segenkerne und Salz verrühren.

Feta würfeln, Tomaten vierteln, Basilikumblätter zerzupfen. Alles mit dem Rucola mischen.

Dazu gabs Bier, Rezina und beerig-süssen spanischen Rotwein (der marokkanischem wohl noch am nächsten kam – Rotwein aus dem Nahen Osten gabs nämlich nicht im Supermarkt…)

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  1. Hallo Laura

    Sehr aamächelig, was Du do inestellsch. Und d Föteli gfalle mer also sehr guet. S Verbessere chonnt jo au mit de Üebig, wenn das überhaupt nötig isch. 😉
    Ab jetzt hesch uf jede Fall en Fan. Ha Dini Biiträg grad abonniert. 🙂

    Ganz en liebe Gruess us em Aargau
    Clarissa

    PS: Bi Dir würd i also gärn mol mitässe… hihi.

    Antwort
  2. Hoi Clarissa

    Danke vill mal! Ich freu mich sehr übers Komplimänt und über min erschte (!) Kommentar! 🙂

    Liebi Grüess zrug!
    Laura

    Antwort

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