RSS-Feed

Moussaka

Veröffentlicht am

Gestern haben wir im italienischen Feinkostlädchen diese dicken, runden Auberginen entdeckt. Eigentlich habe ich einmal den Tipp erhalten, dass man diese, in Scheiben geschnitten, statt den Teigblättern in eine Lasagne schichten sollte.

Allerdings wollte ich schon länger dieses Brigitte-Rezept ausprobieren und so muss die Lasagne zugunsten des Moussakas warten.
Moussaka ist, habe ich rasch nachgeschlagen, ein gratiniertes Gericht mit Auberginen und Hackfleisch und wird in Abwandlungen im gesamten Mittelmeerraum bis in den Nahen Osten hinein gekocht. Bei uns wurde vorallem die griechische Variante populär.

Und weil ich Moussaka eben mit Griechenland verbinde, fand ich den Mozzarella im Brigitte-Rezept etwas störend. Original griechisch wäre ohnehin eine Art Béchamel mit Ei verquirlt, also wieso nicht gleich ganz vom Rezept abweichen und Feta nehmen? Im Kühlschrank lag auch noch ein Beutel Rucola, der dringend gegessen werden wollte. Von Yotam Ottolenghi, der ja auch grob aus der Richtung kommt, habe ich gelernt, dass man Rucola wie Spinat kochen kann (mit traumhaftem Ergebnis, übrigens) und in einigen Moussakarezepten wird Spinat verwendet. So wurde der Rucola gleich mitverkocht.
Ausserdem habe ich die Menge Kartoffeln verkleinert (die Bikinisaison kommt bestimmt!).

So ist dieses Moussaka alles andere als original geraten – Puristen und Puristinnen dürfen es gerne einfach Auberginen-Kartoffelgratin nennen 🙂

Falsches Moussaka
(für 3-4 Personen)

4 kleinere Auberginen (oder eine riesige)
5 mittlere Kartoffeln (knapp 500g)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Bund Oregano
1 Beutel Rucola (ca. 90g)
1 Dose gehackte Tomaten (400g)
reichlich Olivenöl
1 Feta (200g)

Aubergine(n) waschen, die Hälfte davon in 1-Zentimeter dicke Scheiben schneiden, die andere Hälfte würfeln. Die Auberginenscheiben salzen, pfeffern und in ca. 4 EL Olivenöl nach und nach anbraten. Auf Haushaltspapier abtropfen lassen.
Die Würfel salzen und in einem Sieb etwas abtropfen lassen.

Feta zerkrümeln. Am besten geht das (für mich jedenfalls) indem man ihn auf einer groben Reibe raffelt.

Kartoffel schälen und würfeln (so kann man sie bequemer schichten). In kochendem Salzwasser 6 Minuten vorgaren und abtropfen lassen.

Währenddessen Zwiebel und Knoblauchzehen hacken, Rucola und Oregano waschen. Rucola grob zerkleinern, Oreganoblättchen von den Stengeln zupfen.

In einer Pfanne nochmals etwa 4 EL Olivenöl erhitzen und die Auberginenwürfel darin anbraten. Sind sie hübsch gebräunt, Zwiebel und Knoblauch dazugeben und nochmals 2 Minuten anbraten. Oregano und Rucola unterrühren und mit den Tomaten ablöschen. Ca 5 Minuten schmoren lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Backofen auf 160° C (Umluft) bzw. 180° C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Auflaufform mit der Hälfte der gebratenen Auberginenscheiben bedecken, darauf die Hälfte der Kartoffelwürfel schichten und darüber die Tomatensauce verteilen. Vorgang wiederholen. Zu oberst den zerkrümelten Feta verteilen.

Für 30 Minuten ab in den Ofen.

Im Nachhinein fand ich, etwas Peperoncini hätte sich in der Sauce gut gemacht. Vielleicht nächstes Mal. Aber immerhin hat der Feta perfekt gepasst und dem Ganzen eine angenehme Würze verliehen.

Advertisements

»

  1. Ich liebe Moussaka! Und diese „etwas andere“ Moussaka hört sich sehr lecker an! Muss ich demnächst mal ausprobieren! Danke!

    Antwort
  2. Bitte, immer gern! 🙂

    Und en Guetä!

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: