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Blueberry Pie

Veröffentlicht am

Ich bewundere ja immer die wunderschönen gedeckten Pies in den amerikanischen Filmen und Serien. Sowas hab ich zwar noch nie gegessen, aber als ich vor 2 Tagen Heidi Swansons Rezept für einen Heidelbeer-Zitronenverveine-Pie entdeckt habe, war klar, dass ich ihn schnellstmöglich würde nachbacken müssen.

Also ab ins Haushaltsfachgeschäft, ein 9-inch Pie-Blech kaufen und los. Ein paar Probleme haben sich dann doch noch gestellt – die Mengenumrechnung war schnell gemeistert, aber woher Zitronenverveine nehmen? Der Alternativvorschlag im Rezept lautet Zitronenthymian, was etwas leichter zu finden war, und weil hier in Mitteleuropa Heidelbeeren noch nicht Saison haben, hab ich auf tiefgekühlte zurück gegriffen.

Das Zwischenergebnis war dann ziemlich nass – so dass mir die Flüssigkeit beim Backen übergelaufen ist. Darum war ich so skeptisch, dass ich vom fertigen Kuchen nur ein schnelles Foto mit dem Handy geschossen habe. Aber dann… woah! Gar nicht mehr zu feucht, der Teig schön kross und sehr buttrig (mmmh!), die Füllung genau richtig. Ein richtig toller Kuchen, so einfach zu machen, dass es auch okay ist, dass ich nun den Backofen putzen muss (und nächstes Mal schieb ich einfach was drunter…).

Heidelbeer-Zitronenthymian-Pie
(für 10-12 Stücke bzw. ein 24-cm Pie-Blech)

75g (Dinkel-)Vollkornmehl
175g (Dinkel-)Weissmehl
1 TL Salz
230g weiche Butter
80ml kaltes Wasser (oder Bier, wie im Originalrezept…?)

50g Rohrohrzucker
3-4 Zweige Zitronenthymian
35g Mehl
2 Prisen Salz
700g TK Heidelbeeren
1 TL Zitronenzesten
1 Ei

Heidelbeeren in ein Sieb schütten und im Schüttstein auftauen lassen.

Für den Teig Mehl und Salz in einer Schüssel mischen und dann mit dem Mixer (mit Knethaken!) die Butter untermengen, bis die Butterflocken noch etwa die Grösse von weissen Bohnen haben. Dann langsam, „Schluck für Schluck“ das Wasser unterrühren. Den Teig kurz verkneten und entweder in Plastikfolie einwickeln und kühlstellen um ihn bis zu 3 Tage später zu verwenden, oder sofort halbieren und zu zwei runden, etwa 3mm dicken „Fladen“ mit je etwa 28cm Durchmesser auswallen. Dann auf Backpapier legen und kühlstellen. (Für das Teighandling fand ich dieses Video ziemlich hilfreich)

Die Blättchen vom Zitronenthymian abzupfen und zusammen mit dem Zucker in einem Mörser „zerstossen“, damit die ätherischen Öle aus den Thymian freigesetzt werden. In eine Schüssel geben, Mehl und Salz zugeben und mischen, dann die Heidelbeeren unterheben.

Backofen bei Ober- und Unterhitze auf 220° C vorheizen, das Gitter im unteren Drittel einschieben. Das Pie-Blech einfetten, den einen Teigfladen darin platzieren, den Boden mit einer Gabel ein paar mal einstechen, den überhängenden Teigrest erstmal so lassen. Dann die Heidelbeerfüllung hineingiessen, die Zitronenzesten darüber verteilen und den zweiten Teigfladen darauf legen. Die Teigränder aneinander drücken und einen „bulligen“ Rand rund um den Pie herum bilden. Wer mag, schneidet den Teig mehrmals in einem Muster von der Mitte aus ein (angeblich sollte man das sogar, weil der Teig beim Backen schrumpft – aber es gibt auch Pies ohne Einschnitte…). Mit dem verklopften Ei bestreichen und in den Ofen schieben. 40 Minuten so backen, dann auf reine Unterhitze umstellen und für weitere 15 Minuten backen.

Abkühlen lassen und noch warm essen 🙂

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