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Sommerliche Sommerrollen

Veröffentlicht am

In Vietnam werden die bekannten chinesischen Frühlingsrollen ebenfalls gegessen, häufig aber roh und nicht frittiert. Diese „rohen Frühlingsrollen“ werden Sommerrollen genannt. In diesem Fall werden europäische Sommerzutaten in die Sommerrollen eingewickelt – Sommerrollen kann hier also zweideutig verstanden werden.

Ich bin eigentlich kein grosser Fan von Fusion Kitchen. Wenn eine Küchekultur Zutaten seit Jahrhunderten so und nicht anders zubereitet, dann wird das schon seinen Grund haben. Aber gewisse Dinge erobern sogar mein Herz.

Diese Sommerrollen stammen aus dem Kochbuch von Alice Hart (erschienen 2011 bei Dorling Kindersley). Ich habe sie bereits zweimal Gästen vorgesetzt und beide Male gabs viel Überraschung aber auch viel Lob. Und das sogar von meiner Grossmutter – die Rollen sind also durchaus mehrheitsfähig.

Falls nun eine_r von euch die Sommerrollen ausprobieren möchte, sich aber nicht recht getraut: ich habe zwei furchtbar linke Hände und war wirklich unsicher, ob ich so etwas kann. Sie sind jedoch überraschend einfach und schnell gemacht. Die Tomatensauce kann sehr gut 1-2 Tage im Voraus gemacht und im Kühlschrank aufbewahrt werden und auch die Sommerrollen lassen sich einige Stunden im Voraus zubereiten und auf einem feuchten Teller, abgedeckt mit einem ebenfalls feuchten Küchentuch im Kühlschrank aufbewahren. Also nur Mut!

Fusion-Sommerrollen
(für 10 Personen zur Vorspeise)

Für die Tomatensauce
4 grosse Tomaten
1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
1 kleine Zwiebel
4 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Die Haut der Tomaten am Stielansatz kreuzweise einritzen und die Tomaten für 30 Sekunden in kochendes Wasser geben. Kurz abkühlen lassen und dann die Haut abziehen. Die Tomaten grob würfeln und Samen und Flüssigkeit wegkippen.

Den Ingwer, die Zwiebel und die Knoblauchzehen grob hacken. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und Ingwer, Knoblauch und Zwiebel darin anschwitzen, bis die Zwiebel goldbelb ist. Die Tomatenwürfel zugeben und die Sauce 20 Minuten köcheln lassen. Dann pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Sommerrollen
2 Frühlingszwiebeln
300g Ziegenfrischkäse (zum Streichen)
2 EL Olivenöl
10 Reisblätter für Frühlingsrollen (getrocknet in grossen Supermärkten und Asialäden erhältlich)
1/2 Mango
1/2 Salatgurke
50g Alfalfasprossen
1 Bund Rucola

Frühlingszwiebeln fein hacken und mit dem Olivenöl und dem Frischkäse verrühren. Die Mango und Gurke schälen und in Julienne schneiden, die Sprossen und den Rucola waschen und trocknen.

Ein sauberes Küchentuch benetzen, auswringen und auf einer Fläche ausbreiten. Einen grossen, flachen Teller mit etwas Wasser füllen und mit den Zutaten rings ums Küchentuch bereitstellen.

Ein Reisblatt einzeln im Teller mit Wasser einweichen (30-60 Sekunden) und dann auf das feuchte Tuch legen. Auf einer Seite, ca. 5 cm vom Rand entfernt, längs ca 2 EL Ziegenkäse aufhäufen. Darüber Gurken- und Mangojulienne, Sprossen und Rucola drapieren.

  

Nun die Seiten (erst längs entlang des Ziegenkäses, dann unten und oben) einschlagen und fest aufrollen. Besonders schön sehen die fertigen Rollen aus, wenn man ins letzte Drittel der Rolle ein einzelnes Rucolablatt einrollt.

Die fertige Rolle zur Seite legen (auf dem Tuch oder auf einem leicht benetzten Teller) und mit den restlichen Reisblättern ebenso verfahren. Sollen die Rollen erst später serviert werden, können sie mit dem Tuch, auf dem sie gerollt wurden auf dem befeuchteten Teller im Kühlschrank vor dem Austrocknen bewahrt werden.
Mit der kalten Tomatensauce kalt/mit Raumtemperatur servieren. Dazu die Rollen halbieren.

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  1. Ich geb offen und ehrlich zu: In meinem ganzen Leben habe ich noch nie eine Frühlingsrolle oder was ähnliches gemacht. Obwohl ich die Dinger über alles liebe. Ich sag Dir auch, weshalb ich mich noch nie daran gewagt habe: Ich habe richtig Schiss vor diesen dünnen Reisfladen, resp. davor, dass die dann reissen.
    Angsthase, Pfeffernase, morgen kommt der Osterhase….

    Jaja, ich weiss… 😉

    Antwort
    • Die fix-fertig gekauften Reisblätter sind deutlich dicker, als die selbstgemachten (deren Herstellung ich nur von Dokumentationen über Vietnam kenne…). Kann eigentlich gar nichts passieren 😉

      Antwort

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