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Archiv der Kategorie: Angeber-Rezepte

Update: Spaghetti con barba di frate

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Kurz bevor uns der Bärlauch das Ende des Winters ankündigt, bringt uns Barba di Frate, Mönchsbart, schon etwas Abwechslung auf den Teller. Dieses grüne, fadenartige Gewächs bietet sich geradzu an, mit Spaghetti serviert zu werden. Von meiner Patentante stammt mein ursprüngliches Rezept, dieses Jahr habe ich es allerdings um Peperoncini und Knoblauch erweitert, was ich so viel besser finde, dass ich das alte Rezept überschreibe.

Mönchsbart wächst an Stränden, was ihm eine leichte „Meeresnote“ verleiht. Ich behaupte darum gerne, diese Spaghetti con barba die frate seien die „vegetarische Alternative zu Spaghetti Vongole“, was von Muschelliebhabern natürlich heftig bestritten wird 😉

Weil Mönchsbart noch nicht in aller Munde ist (wortwörtlich!), bekommt man ihn, mindestens in der Schweiz, nicht im Supermarkt. In Delikatess-Geschäften ist er aber problemlos erhältlich.

Spaghetti mit Mönchsbart

Spaghetti con barba die fratte
(für 2 Personen)

300g Mönchsbart
200g Spaghetti
2 EL Olivenöl
1 Peperoncino
2 Knoblauchzehen
Salz
Parmesan

Die Spaghetti in Salzwasser kochen. Währenddessen die rötlichen Wurzeln des Mönchsbarts abschneiden und das Gemüse gründlich waschen. 5 Minute bevor die Spaghetti al dente sind, den Mönchsbart ins Salzwasser geben.

Peperoncino in Ringe, Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen. Knoblauch und Peperoncino ins Öl geben. Sofort die Herdplatte ausschalten und die Bratpfanne eventuell von der Platte nehmen, damit der Knoblauch nicht anbrennt. Dann würde er bitter. Knoblauch und Peperoncino im heissen Öl ziehen lassen

Sind die Spaghetti al dente, abschütten, auf Tellern anrichten, mit dem Knoblauch-Peperoncino-Öl übergiessen und ev. etwas Parmesan darüber reiben. Buon Appetito!

Herbstsalat und Winterschlaf

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Einfach pur bin ich kein Fan von Feigen. Vielleicht bin ich eine Banausin, aber ich finde sie einfach nicht so spektakulär, wie andere sie zu finden scheinen. Aber ganz klar sind blaue Feigen extrem dekorativ und in einem Salat sind sie einfach eine Wucht! Besonders genial finde ich Ottolenghis (Dorling Kindersley, 2011) Variante mit Granatapfelsirup. Dieser ist etwas schwer zu bekommen, aber im türkischen Lebensmittellädchen bin ich unter dem Namen „Nar Eksili Sos“/“Granatapfelsauce“ fündig geworden und es lohnt sich sehr!

Dieser Salat ist eines meiner absoluten Lieblingsrezepte für den Herbst. Und mit diesem verabschiede ich mich für diess Jahr; Ich reise die nächsten 2 Monate durch Südostasien und werde mich in dieser Zeit in Strassenküchen und Restaurants verköstigen. Also nichts mit kochen und daher auch nichts mit bloggen Ich wünsche euch alles Gute, kommt gut durch den Herbst und bis nächstes Jahr!

Rucolasalat mit Feigen, Ziegenkäse und Granatapfeldressing
(für 2)

50g Rucola
50g roten Schnittsalat
einige EL Ziegenfrischkäse
6-8 blaue Feigen
1 Schalotte
1 TL Senf
2 TL Granatapfelsirup
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Rucola und Schnittsalat waschen und mischen. Auf zwei Tellern anrichten. Die Feigen waschen, den harten Stiel abschneiden und vierteln. Zusammen mit kleinen Stücken Ziegenkäse auf dem Salat verteilen.

Die Schalotte hacken und mit Senf, Granatapfelsirup, Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen. Über den Salat geben und geniessen.

Sommerliche Sommerrollen

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In Vietnam werden die bekannten chinesischen Frühlingsrollen ebenfalls gegessen, häufig aber roh und nicht frittiert. Diese „rohen Frühlingsrollen“ werden Sommerrollen genannt. In diesem Fall werden europäische Sommerzutaten in die Sommerrollen eingewickelt – Sommerrollen kann hier also zweideutig verstanden werden.

Ich bin eigentlich kein grosser Fan von Fusion Kitchen. Wenn eine Küchekultur Zutaten seit Jahrhunderten so und nicht anders zubereitet, dann wird das schon seinen Grund haben. Aber gewisse Dinge erobern sogar mein Herz.

Diese Sommerrollen stammen aus dem Kochbuch von Alice Hart (erschienen 2011 bei Dorling Kindersley). Ich habe sie bereits zweimal Gästen vorgesetzt und beide Male gabs viel Überraschung aber auch viel Lob. Und das sogar von meiner Grossmutter – die Rollen sind also durchaus mehrheitsfähig.

Falls nun eine_r von euch die Sommerrollen ausprobieren möchte, sich aber nicht recht getraut: ich habe zwei furchtbar linke Hände und war wirklich unsicher, ob ich so etwas kann. Sie sind jedoch überraschend einfach und schnell gemacht. Die Tomatensauce kann sehr gut 1-2 Tage im Voraus gemacht und im Kühlschrank aufbewahrt werden und auch die Sommerrollen lassen sich einige Stunden im Voraus zubereiten und auf einem feuchten Teller, abgedeckt mit einem ebenfalls feuchten Küchentuch im Kühlschrank aufbewahren. Also nur Mut!

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Caprese einmal anders

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Insalata Caprese ist das Nationalgericht der Italiener_innen, weil die Farben von (grünem) Basilikum, Mozzarella und Tomaten die Farben der italienischen Flagge wiederspiegeln. Ich liebe Caprese – ob nur mit Olivenöl (wie in Italien) oder mit Acceto Balsamico aufgemotzt. Aber manchmal, da hätte ich zwar Lust auf Tomaten, Mozzarella und Basilikum, aber der klassische Caprese hängt mir zum Hals raus. Und dafür gibts Ottolenghi (Genussvoll vegetarisch, erschienen 2011 bei Dorling Kindersley) Er kombiniert dazu nämlich Fenchelsamen, Oregano und Zitronenzesten und fertig ist die erfrischend neue Sauce. Und guuuuut ist die!

Aber auch frischer Thymian und Kräutersalz statt Fenchel und Oregano machen sich gut an diesem Salat.

(für 2)

1 Kugel Mozzarella die Buffala
4 Tomaten
1 TL Fenchelsamen (z.B. aus einem Teebeutel)
1 Zitrone
2 Hand voll frischer Basilikum
2 Zweige Oregano (oder 1-2 TL getrockneter)
2 TL Olivenöl
2 TL Rapsöl
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Salz

Büffelmozzarella in Stücke reissen. Die Fenchelsamen ohne Fett in einer Bratpfanne anrösten, grob zerstossen und in eine Schale geben. Die Schale der Zitrone dazu reiben, den Basilikum in feine Streifen schneiden, den Oregano hacken und beides ebenfalls in die Schale geben. Alles mit Oliven- und Rapsöl mischen, den Knoblauch dazupressen, mit dem Salz abschmecken. Über den Mozzarella geben und 10 Minuten marinieren.

In dieser Zeit die Tomaten schneiden, anrichten und mit etwas Olivenöl beträufeln. Mit dem Mozzarella servieren.

Elegante Auberginen an Buttermilchsauce

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Sommer ist Auberginenzeit! Ich könnte dieses schöne, vielseitige Gemüse im Moment jeden Tag essen. Und tue es auch fast 🙂 Und während ich leider noch keine richtig aromatischen Tomaten erwischt habe, sind Auberginen da einfach. Sie schmecken eigentlich immer.

Dieses Rezept stammt aus Ottolenghis „Genussvoll vegetarisch“ (erschienen 2011 bei Dorling Kindersley) und wird als Vorspeise gehandelt. Ich mag es aber so sehr, dass ich es auch gerne als leichtes Nachtessen mit etwas Couscous serviere. Die weiche, aromatische Aubergine, in Kombi mit der feinen Säure von Joghurt und Granatapfel, etwas Schärfe vom Knoblauch, dem Thymian und dem exotisch-zitronigem Za’atar – ein Traum! Dazu ist das Ganze einfach gemacht und sieht super aus – auch ideal zum angeben 😉

(für 2 als sehr leichtes Abendessen – ev gestreckt mit Couscous)

2 Auberginen
4 EL Olivenöl
2 Zweige Thymian
wenige Granatapfelkerne
1 TL Za’atar (Gewürzmischung aus Thymian, Sumak und Sesam)
Salz und Pfeffer

70 ml Buttermilch
50 Naturejoghurt
1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Prise Salz

Den Backofen auf 200° C Umluft vorheizen. Die Auberginen inklusive Stielansatz längs halbieren, die Schnittfläche mehrmals quer und  einmal längs einschneiden (aber nicht durchschneiden) und mit den 4 EL Olivenöl tränken, salzen, pfeffern und für 35-40 Minuten in den Ofen schieben, bis die Auberginen weich und gebräunt sind.

Während die Auberginen im Ofen sind, Buttermilch, Joghurt, 1 EL Olivenöl und etwas Salz mischen, die Knoblauchzehe dazupressen und gut mischen. Den Granatapfel aufschneiden und mit den Fingern die Kerne rausbrechen (Schürze tragen! Der rote Saft spritzt überall rum). Sind die Auberginen fertig auf Tellern anrichten, mit der Joghurtsauce bedecken, mit Za’ata, den Granatapfelkernen und einigen Thymianblättchen bestreuen. Warm servieren.

Spargel klassisch

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Die Spargelsaison hat auch bei mir schon länger begonnen, nur hat mir die Zeit gefehlt, meine Rezepte auch einzustellen. Jedes Jahr beginne ich wieder mit der klassischen Spargel-Kombi. Normalerweise ist unter dem Dreigespann Spargeln-Hollandaise-Rosmarinkartoffeln die Sauce mein Liebling (herrlich zitronig!), aber dieses Jahr haben sie die Rosmarinkartoffeln locker geschlagen. Dank neuem „Rezept“ sind mir die nämlich endlich schön knusprig aber doch kaum fettig gelungen 🙂

Das Rezept für meine Sauce Hollandaise stammt aus dem TipTopf, dem Schweizer Schulkochbuch, von dem ich neulich schon geschwärmt hab. Daher ist es auch recht gelingsicher. Den congenialen Tipp, statt mit Zitronensaft mit Zitronenzesten abzuschmecken, stammt hingegen von meinem Freund. Hat er in der Zeitung gelesen. ❤

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Gefüllte Zucchettiblüten auf Polenta

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Zucchettiblüten! Als Gemüse! Wie dekadent! Wie märchenhaft! Wie verlockend! Ich habe sowas zwar nie gegessen, aber schon ein paar Mal davon gehört und wollte spätestens seit einer Kochsendung auf Arte unbedingt auch mal sowas schönes kochen. Riesig also meine Freude, als ich zufällig vor zwei Wochen auf diese Blüten gestossen bin. Sofort gekauft und zuhause erst gegoogelt, was ich damit jetzt anstellen könnte. Meinen Blüten fehlte leider die Zucchetti, weswegen ein paar Gerichte wegfielen. Am Ende gab es dann mit Ricotta gefüllte Zuchettiblüten auf Polenta mit Tomatensauce.

Weil zwar Tomatensauce ganz prima zu den Zucchettiblüten und zu Polenta passt, die eher grobe, typische tessinerische Polenta, die ich verwendet habe, jedoch nicht recht zu den zarten Blüten passen wollte, gibts beim nächsten Mal eine weisse Polenta dazu. Falls es ein nächstes Mal geben sollte. Ein bisschen aufwändig wars nämlich schon. Und während mir die abgewandelte Füllung ganz prima geschmeckt hat, fand ich die feine bittere Note der Blüten selbst nicht wirklich prickelnd. Aber schöns hats ausgesehen!

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