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Archiv der Kategorie: Aus dem Ofen

Frühsommerlasagne

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Es ist Juni! Spargelzeit, die Tomaten schmecken endlich nach mehr als nur Wasser und der verführerische Duft von Grillgut weht durch die Luft. Leider hat unsere Wohnung weder Balkon noch Garten zur Mitbenützung, weswegen die Grillsaison irgendwie an uns vorbeizieht. Dabei liebe ich Raucharoma!

Abhilfe schafft Scamorza affumicata – geräucherter Scamorza (erhältlich z.B. in den Migros MMM). Dieser tolle Käse aus Süditalien ist eine Art harte Mozzarella mit intensivem Rauchgout. Wer Speck oder schottischen Whiskey nicht mag, wird auch damit nicht glücklich. Aber für mich ist er eine rauchige Abwechslung und das (in der Vegiküche) neue Aroma herzlich willkommen.

Diese schnelle Lasagne aus Carlo Bernasconis „La cucina verde“ (erschienen 2010 bei Jacoby & Stuart) feiert exakt diese drei Zutaten: Spargeln, Tomaten und Scamorza affumicata – und weil die 3 bereits so viel Geschmack mitbringen, ist das simple Gericht ein Fest für den Gaumen!

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Spargellasagne mit Scamorza
(leichtes Hauptgericht für 2)

500g grüne Spargeln
100g Scamorza affumicata
250g Cherrytomaten
50g Butter
1 EL gehackte Petersilie
ca. 6 Lasagneblätter
Salz, Pfeffer

In einem grossen Topf Wasser aufkochen. Backofen auf 230° C Umluft vorheizen.

Die Spargeln waschen, die holzigen Enden abbrechen (bricht direkt am richtigen Ort), die Stangen in ca. 3cm lange Stücke schneiden. In 5-8 Minuten im kochenden Wasser bissfest garen. Währenddessen die Butter schmelzen und den Scamorza und die Tomaten in Würfel schneiden.

Die Spargeln mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser heben. Das kochende Wasser salzen und die Lasagneblätter (auch die, die eigentlich nicht vorgekocht werden müssten) solange kochen, bis sie sich gut biegen lassen, ohne zu brechen. Das ist nötig, weil die Lasagne nur ganz kurz gebacken wird und die Lasagneblätter sonst nicht gar werden.

Eine kleine Auflaufform mit etwas Butter auspinseln. Die Hälfte der Spargeln in der Form verteilen, mit einer Lage Lasagneblättern belegen. Darauf die Tomaten- und Scamorzawürfel verteilen, salzen und pfeffern. Nochmals mit einer Lage Lasagneblättern bedecken, die restlichen Spargeln darüber verteilen und die restliche Butter darüber giessen. Für 10 Minuten im Ofen backen. Dann die Petersilie auf der Lasagne verteilen und sofort servieren.

Risotto al forno

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Immer nur Risotto mit Gemüseeinlage kann ja jede_r. Da wollte ich mal was anderes. Spinat macht den Risotto leichter und saftiger, und ein bisschen krosse Kruste hat noch keinem Gericht geschadet.

Risotto al forno

Geschichteter Spinatrisotto
(für 2)

150-200g Risottoreis
1/2 Zwiebel
1 dl Weisswein
ca 0.7 l Gemüsebouillon
2 EL geriebener Parmesan + mehr für die Kruste
300g Spinat
1 Knoblauchzehe
1 EL abgeriebene Zitronenschale
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Bouillon aufsetzen. Die Zwiebel hacken. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Reis zugeben und andünsten, bis beides glasig ist. Mit dem Wein ablöschen. Ist der Wein eingekocht, etwas Bouillon nachgiessen. Ist diese wieder eingekocht, wieder Bouillon nachgiessen, bis der Reis gar ist. Dazwischen fleissig rühren.

Spinat waschen. In einem zweiten Topf nochmals etwas Olivenöl erhitzen. Knoblauchzehe durchdrücken und ins Öl geben. Spinat zugeben, umrühren, Deckel auflegen und 2 Minuten warten. Ist der Spinat zusammengefallen mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zitronenschale abschmecken.

Der Risotto ist gar, wenn die Körnern noch etwas Biss haben und die Masse nicht zu kompakt ist. Risotto soll ruhig noch etwas fliessen. Dann den Topf vom Feuer nehmen und 2 EL geriebenen Parmesan unterziehen. Die Hälfte des Risottos in eine Auflaufform geben. Darüber den Spinat verteilen und die zweite Hälfte des Risottos darüber geben. Parmesan drüber reiben und für ca 20 Minuten bei 200° C in den Ofen. Oder einfach so lange, bis eine leichte Kruste entstanden ist.

Osterküken

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Im Lauf der letzten Woche habe ich gemerkt, dass Hefezöpfe ausserhalb der Schweiz süss sind. In der Schweiz ist der Zopf quasi das übliche Brot sonntags. Er ist zwar leicht süsslich, aber neutral genug, um auch mit Käse gegessen werden zu können. Aus dem gleichen Teig werden am 6. Dezember Grittibänzen und das ganze Jahr hindurch Zopftierli gebacken. Die Idee für diese herzigen kleinen Osterküken stammt so zwar von lecker.de, ich habe sie aber „eingeschweizert“; aus schweizer Zopfteig gebacken.

Hefe-Küken

Küken aus Zopfteig
(für 8 Küken)

500g Mehl (Vollkorn oder Weiss-)
1 1/2 KL Salz
1 KL Zucker
60g weiche Butter
15-20g Hefe
3 dl Milch
1 Ei

Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Butter mit den Fingern einkneten. Milch leicht erhitzen (man muss den Finger noch gut reinhalten können, heisser darf sie nicht werden) und die Hefe darin auflösen. Hefe-Milch in die Schüssel geben und den Teig anrühren. So lange kneten, bis der Teig glatt und geschmeidig ist. Zurück in die Schüssel geben, mit einem Tuch bedecken und an der Wärme 1-2 Stunden aufgehen lassen.

Dann den Teig nochmals kurz kneten und in 8 Teile schneiden. Diese in lange Stränge rollen und daraus einen Knopf machen. Das obere Ende des Knopfes zu einem Köpfchen formen und einen Schnabel ausbilden. Mit Weinbeeren die Augen markieren und  auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen (genügend Abstand halten, die Küken gehen beim Backen nochmals auf). Die Küken nochmals mit einem nassen Tuch zudecken und 30 Minuten ruhen lassen.

Ofen auf Umluft, 210° C vorheizen.

Ei zerklopfen und die Küken damit bestreichen. Für 15 Minuten in der unteren Ofenhälfte backen. Die Küken sind fertig, wenn sie hohl klingen, wenn man ihnen mit einem Holzlöffel auf den Bauch klopft.

Saftiger Mandelgugelhopf

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Eine Freundin hat diese Woche auf Facebook gefragt, was für uns Tradition in Sachen Essen sei. Spontan fiel mir das gemeinsame Abendessen ein, aber die Frage ging mir nach. Und irgendwann hab ich realisiert, dass ich jedesmal, wenn ich darüber nachdachte, einen Gugelhopf mit ganz viel Puderzucker vor Augen hatte. Und so einen wollte ich nun haben. Dringend. Jeannys mallorquinischer Mandelkuchen hat das Rennen gemacht. Aber sicher nur, weil sie ihn in Gugelhopfform präsentiert hat 🙂

Ich hab mich fast ganz ans Rezept gehalten (inkl. Schoko-Stückchen), nur die Zuckermenge um 20g auf 180g verringert, und es wurde ein richtig saftiger, aromatischer, feiner Kuchen. Und ganz nebenbei hab ich wohl das Geheimnis des berühmten Vollenweider-Gugelhopfs geknackt. Nächstes Mal überzieh ich ihn noch mit Aprikosenconfiture und Schokolade… mal sehen, ob er dann wirklich so schmeckt wie der Kuchen mit dem strenggeheimen Rezept 😉

Mandelgugelhopf

Gebackene Randen mit Ziegenkäse

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Früher dachte ich mal, ich möge keine Randen (aka Rote Beete). Ich kannte nur die vorgekochten Dinger und fand sie… langweilig. Bis ich irgendwann entdeckt habe, dass rohe Randen ja doch was taugen. Roh gekauft und selbst weiterverarbeitet schmecken sie erdig und durchaus interessant. Und natürlich ist ihre hübsche Farbe ein echtes Plus auf dem Teller.

Das Rezept stammt von Saison.ch, ich habs aber leicht abgewandelt, weil ich nicht extra Orangenhonig kaufen wollte.

Randen

Salat mit Randen und Ziegenkäse
(für 2)

300g rohe Randen
1 Orange
2 Zweige Oregano oder Thymian
2 Scheiben Ziegenfrischkäse (à ca 8og)
2 EL Olivenöl (plus mehr für die Salatsauce)
1 TL Honig
Salz, Pfeffer

Grüner Salat

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Backofen auf 200° C vorheizen.

Die Randen putzen, in Scheiben schneiden und auf ein Blech legen. Mit Öl beträufeln, Orangenschale darüber reiben. Den Saft der Orange auspressen und die Hälfte zu den Randen giessen. Salzen, Pfeffern. Für 40 Min. backen.

Für den Honig 1 TL Honig mit 1 TL Orangensaft in eine Tasse geben. Den Honig im heissen Wasserbad verflüssigen, gut mischen.

Den Salat rüsten. Für die Sauce den restlichen Orangensaft mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und ev. etwas Verjus oder Zitronensaft vermischen.

Nach 40 Min. Backzeit das Blech aus dem Ofen nehmen, den Ziegenkäse dazulegen, Pfeffern und nochmals für 5 Minuten in den Ofen schieben.

Den Salat auf zwei Tellern anrichten, die Sauce darüber geben, dann die Randen und den Ziegenkäse darauf legen, mit dem Oregano/Thymian bestreuen und dem Orangenhonig beträufeln.

Dazu gabs bei uns Reis, Brot ginge aber natürlich genauso gut.

Verliebt, Verlobt, Verheiratet: Scones

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Meine Liebe zu Scones ist eng verknüpft mit meiner Liebe zu Irland. Letztere hat in schon in meiner Kindheit begonnen, nämlich ungefähr nach der zwanzigsten Frage, ob ich, meiner roten Haare wegen, aus Irland käme. Dann war da noch ein Sänger namens Paddy Kelly und die Faszination Irland war geboren. Und als ich dann endlich in Irland stand, wars um mich geschehen.

Etwa zwei Wochen später ass ich zum ersten Mal Scones mit Clotted Cream und Strawberry Jam im Tearoom von Bantry House. Zusammen mit dem Schwarztee, den ich ebenfalls während dieses ersten Irlandaufenthalts zu trinken begonnen habe, sind Scones seither meine liebste Art, mich von der Welt zurück zu ziehen und einen Moment Ruhe zu geniessen.

„Mein“ Sconesrezept stammt allerdings nicht aus Irland, sondern von delicious days, wobei ich Weinbeeren und Cranberries weglasse. Ich mag sie lieber pur, dafür mit Clotted Cream (welche ich normalerweise mit Schlagrahm ersetze) und Erdbeerkonfitüre.

Ein Korb voller Scones Lies den Rest dieses Beitrags

Genial gute Zucchetti-Enchiladas

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Ich habs aktuell etwas mit sprouted kitchen. Deren Rezepte sind zwar aufwändiger, dafür aber endlich mal anders. Enchiladas befanden sich bisher nicht in meinem Küchenrepertoire – was sich jetzt aber schlagartig geändert hat. Diese wunderbaren Enchiladas mit Zucchetti, Ziegenkäse und schwarzen Bohnen gibts ganz bald wieder bei mir! 🙂

Ich hätte ja gerne, wie von Sara vorgeschlagen, die faule Variante gewählt und eine fertige Enchiladasauce genommen. Nur leider gibts sowas hier nicht in einer akzeptablen Qualität (oder ich hätte sie noch nicht gefunden), weswegen ich die von ihr empfohlene Alternative selbst gekocht habe. Geht ziemlich fix, während die schwarzen Bohnen eh vor sich hinköcheln müssen.

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