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Archiv der Kategorie: Fruchtig

Gebackene Randen mit Ziegenkäse

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Früher dachte ich mal, ich möge keine Randen (aka Rote Beete). Ich kannte nur die vorgekochten Dinger und fand sie… langweilig. Bis ich irgendwann entdeckt habe, dass rohe Randen ja doch was taugen. Roh gekauft und selbst weiterverarbeitet schmecken sie erdig und durchaus interessant. Und natürlich ist ihre hübsche Farbe ein echtes Plus auf dem Teller.

Das Rezept stammt von Saison.ch, ich habs aber leicht abgewandelt, weil ich nicht extra Orangenhonig kaufen wollte.

Randen

Salat mit Randen und Ziegenkäse
(für 2)

300g rohe Randen
1 Orange
2 Zweige Oregano oder Thymian
2 Scheiben Ziegenfrischkäse (à ca 8og)
2 EL Olivenöl (plus mehr für die Salatsauce)
1 TL Honig
Salz, Pfeffer

Grüner Salat

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Backofen auf 200° C vorheizen.

Die Randen putzen, in Scheiben schneiden und auf ein Blech legen. Mit Öl beträufeln, Orangenschale darüber reiben. Den Saft der Orange auspressen und die Hälfte zu den Randen giessen. Salzen, Pfeffern. Für 40 Min. backen.

Für den Honig 1 TL Honig mit 1 TL Orangensaft in eine Tasse geben. Den Honig im heissen Wasserbad verflüssigen, gut mischen.

Den Salat rüsten. Für die Sauce den restlichen Orangensaft mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und ev. etwas Verjus oder Zitronensaft vermischen.

Nach 40 Min. Backzeit das Blech aus dem Ofen nehmen, den Ziegenkäse dazulegen, Pfeffern und nochmals für 5 Minuten in den Ofen schieben.

Den Salat auf zwei Tellern anrichten, die Sauce darüber geben, dann die Randen und den Ziegenkäse darauf legen, mit dem Oregano/Thymian bestreuen und dem Orangenhonig beträufeln.

Dazu gabs bei uns Reis, Brot ginge aber natürlich genauso gut.

Phuocs Welcomedrink

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Ich bin wieder daahaaa! Seit 3 Wochen schon, und es ist so schön, zuhause. Klar, gabs die ersten beiden Wochen erstmal all unsere Lieblingsgerichte! Aber letzte Woche hat sich doch langsam die Wehmut eingeschlichen. Da kamen die Kumquats, die aktuell in allen Läden liegen, gerade recht.

Kumquats kannte ich nämlich bis vor 13 Wochen gar nicht. Aber in Vietnam wachsen sie buchstäblich am Wegesrand, wo man sie pflücken und in den Mund stopfen darf. Herrlich erfrischend bei 33° C und mehr! Überhaupt – Vietnam ist das kulinarische Paradies! Ich liebe, liebe, liebe die vietnamesische Küche – Zitrusfrüchte, Gemüse, Gewürze, Knoblauch, Chillies  – alles im Übermass. Deswegen haben wir in Hoi An, einem verträumten kleinen Städtchen in Zentralvietnam, einen Kochkurs belegt. Das machen dort wohl etwa 95% aller Touristen, weswegen jedes Restaurant einen Kurs anbietet. Das war mir aber zu viel Einheitsbrei und zu wenig echte Landesküche und so landeten wir bei Phuoc. Der junge Koch hat vor 2 Jahren mitten in den bio-Gemüsefeldern seiner Familie eine Kochschule aufgebaut. Erst gehts zum Markt, dann lernt man was über Bio-Gemüsebau direkt am Meer und dann: barfuss und nur mit Stäbchen bewaffnet in der Bambushütte kochen!
Dabei ist Phuoc perfekt auf unsere Wünsche eingegangen und hat die Gerichte so zusammengestellt, dass ich sie vegetarisch und mein Freund mit Fleisch/Meeresfrüchten kochen konnte.

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Aber in der „Küche“ angekommen servierte uns Phuocs Schwester erstmal den feinsten Welcomedrink unserer Reise. Etwas sauer, etwas süss, leicht scharf. Wir waren da schon verzückt. Im originalen Drink waren nicht Kum- sondern Limequats, eine Kreuzung aus Kumquats und Limetten. Die sind deutlich saurer als Kumquats und wers gerne sauer mag, sollte für diesen Drink Limetten und Kumquats mischen. Die Zitronenbasilikumsamen werden in Südostasien typischerweise in dieser Form für Desserts verwendet. Sie sehen hübsch aus, schmecken aber nicht nach viel. Kann man also durchaus auch weglassen.

Kumquat-Drink

Alkoholfreier Drink mit Kumquats, Ingwer und Zitronenbasilikumsamen
(für 2 Drinks)

8 Kumquats, ev. teilweise durch Limettenstücke ersetzt
1 kleines Stück Ingwer
1/2 TL Zitronenbasilikumsamen (in Bio z.B. hier zu bestellen, in diesem Fall benötigt man 2 Portionen)
1 1/2-2 EL Zucker
2 Zweige Minzeev. Eiswürfel

3-4 dl Wasser mit dem Zucker aufkochen, abkühlen lassen.

Die Samen in etwas warmem Wasser 20 Min. quellen lassen.

Zitronenbasilikumsamen

Die Kumquats waschen, und kurz in den Händen rollen (so verschwinden die Bitterstoffe), dann vierteln, den Ingwer in kleine Würfelchen schneiden, beides auf zwei Gläser verteilen, mit eine Caipirinha-Stampfer oder ähnlichem leicht ausdrücken. Mit dem Zuckerwasser aufgiessen, die Samen hinzugeben und mit Minze garnieren.

Am besten mit einem Löffel servieren. Da man Kumquats mit der Schale isst, kann man den ganzen Drink auch auslöffeln 🙂

Herbstsalat und Winterschlaf

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Einfach pur bin ich kein Fan von Feigen. Vielleicht bin ich eine Banausin, aber ich finde sie einfach nicht so spektakulär, wie andere sie zu finden scheinen. Aber ganz klar sind blaue Feigen extrem dekorativ und in einem Salat sind sie einfach eine Wucht! Besonders genial finde ich Ottolenghis (Dorling Kindersley, 2011) Variante mit Granatapfelsirup. Dieser ist etwas schwer zu bekommen, aber im türkischen Lebensmittellädchen bin ich unter dem Namen „Nar Eksili Sos“/“Granatapfelsauce“ fündig geworden und es lohnt sich sehr!

Dieser Salat ist eines meiner absoluten Lieblingsrezepte für den Herbst. Und mit diesem verabschiede ich mich für diess Jahr; Ich reise die nächsten 2 Monate durch Südostasien und werde mich in dieser Zeit in Strassenküchen und Restaurants verköstigen. Also nichts mit kochen und daher auch nichts mit bloggen Ich wünsche euch alles Gute, kommt gut durch den Herbst und bis nächstes Jahr!

Rucolasalat mit Feigen, Ziegenkäse und Granatapfeldressing
(für 2)

50g Rucola
50g roten Schnittsalat
einige EL Ziegenfrischkäse
6-8 blaue Feigen
1 Schalotte
1 TL Senf
2 TL Granatapfelsirup
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Rucola und Schnittsalat waschen und mischen. Auf zwei Tellern anrichten. Die Feigen waschen, den harten Stiel abschneiden und vierteln. Zusammen mit kleinen Stücken Ziegenkäse auf dem Salat verteilen.

Die Schalotte hacken und mit Senf, Granatapfelsirup, Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen. Über den Salat geben und geniessen.

Süsse Erdbeerge

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Diese hübsch verzierten Schoko-Erdbeeren waren der Renner meiner Geburtstagsfeier letzte Woche. Allerdings waren auch die Erdbeeren an sich zuckersüss und sehr aromatisch.

Sie sehen hübsch aus, sind schnell gemacht und können im Voraus gemacht und im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Die Idee stammt von Green Kitchen Stories, nur dass ich diese Prachtserdbeeren nicht einfrieren wollte, weswegen auch der Zahnstocher nicht gehalten hat. Man konnte die Erdbeeren aber auch so prima essen und der grosse Vorteil war, dass ich die „Berge“ gleich stehend trocknen lassen konnte.

500g Erdbeeren
100g Couverture (ich bevorzuge eine bittere mit 70% Schokolade)
je 1 Hand voll Kokosraspeln und ungesalzene Pistazien (gibts bereits gehackt beim Backbedarf)

Die Erdbeeren waschen, das Grün oben kappen und gut abtropfen lassen (sonst hält die Schokolade nicht).

Die Couverture im Wasserbad langsam schmelzen (maximal mittlere Hitze, sonst wird die Couverture flockig), die Kokosrapsel und gehackten Pistachenüsse je auf einem kleinen Teller bereitstellen. Ist die Schokolade flüssig, am besten die Schüssel im Topf und diesen auf der noch warmen, aber nun ausgeschalteten Herdplatte belassen. Nun die Erdbeeren eine nach der anderen in die Schokolade tunken und dann mit Kokosrapseln oder Pistache „berieseln“. Mit der Schnittfläche auf einen Teller setzen.

Blueberry Pie

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Ich bewundere ja immer die wunderschönen gedeckten Pies in den amerikanischen Filmen und Serien. Sowas hab ich zwar noch nie gegessen, aber als ich vor 2 Tagen Heidi Swansons Rezept für einen Heidelbeer-Zitronenverveine-Pie entdeckt habe, war klar, dass ich ihn schnellstmöglich würde nachbacken müssen.

Also ab ins Haushaltsfachgeschäft, ein 9-inch Pie-Blech kaufen und los. Ein paar Probleme haben sich dann doch noch gestellt – die Mengenumrechnung war schnell gemeistert, aber woher Zitronenverveine nehmen? Der Alternativvorschlag im Rezept lautet Zitronenthymian, was etwas leichter zu finden war, und weil hier in Mitteleuropa Heidelbeeren noch nicht Saison haben, hab ich auf tiefgekühlte zurück gegriffen.

Das Zwischenergebnis war dann ziemlich nass – so dass mir die Flüssigkeit beim Backen übergelaufen ist. Darum war ich so skeptisch, dass ich vom fertigen Kuchen nur ein schnelles Foto mit dem Handy geschossen habe. Aber dann… woah! Gar nicht mehr zu feucht, der Teig schön kross und sehr buttrig (mmmh!), die Füllung genau richtig. Ein richtig toller Kuchen, so einfach zu machen, dass es auch okay ist, dass ich nun den Backofen putzen muss (und nächstes Mal schieb ich einfach was drunter…).

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Rhabarbermuffins

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Manchmal hab ich tagelang keine Lust, auch nur einen Streich in der Küche zu machen. Dann sammeln sich Gemüse und Früchte an, die dringend verkocht werden müssen. Und zwar auf einfache Art und Weise, weil ich ja eben keine Lust habe, was zu machen. Diesmal wars der Rhaberber, den ich brauchen musste. Und so kams, dass ich statt des potentiell göttlichen Rhabarber-Rosenblüten-Sirups simple Rhabarbermuffins buk.

Ich hab mich relativ genau ans Rezept von we eat fine gehalten, nur hab ich halb weissen, halb Rohrohrzucker verwendet und eher 6-7 EL Milch gebraucht. Auf die Zimtkruste hab ich verzichtet – mir hat sie auch absolut nicht gefehlt. Gereicht hat der Teig dann nur für 13 Muffins, die waren aber zugegebenermassen eher gross.

Griessbrei mit Rhabarberkompott

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Schon während meiner Ausbildung war Griessbrei mit Kompott eines meiner liebsten „Mitnehm-Mittagessen“. Es war sättigend, sehr fein und ein idealer Seelentröster, sollte der Morgen schlecht verlaufen sein. Diese Vorliebe blieb bis heute bestehen. Und als bekennender Fan von Saurem, ist Rhabarberkompott natürlich ein Highlight 🙂

Während der Rhabarberzeit ist Rhabarberkompott übrigens auch meine liebste Konfitüre. Auf Butterbrot ist es einfach ein Traum.

Griessbrei (nach dem Schweizer Schulkochbuch Tiptopf – sicherer Ratgeber für traditionelle Rezepte)
(für 1 Portion)

4dl Milch
1/4 Vanilleschote
1 Prise Salz
40g Griess
1 EL gehackte Haselnüsse oder Zitronen-/Orangenzesten

Die Milch erhitzen. Die Vanilleschote mit dem Messer aufschneiden und zur Milch geben. Ist die Milch heiss, Salz und Griess einrühren und auf kleinster Stufe ca 15 Min. köcheln lassen. Wer mag, rührt dann gehackte Haselnüsse oder Citruszesten ein.

Rhabarberkompott
Rhabarber
Wasser
Zucker

Rhabarber waschen, die Schale abziehen und in Stücke schneiden. Mit wenig Wasser in einen Topf geben, etwas Zucker zugeben (auf 8 Stängel Rhabarber nehme ich 1 TL Zucker – wers süss mag, nimmt deutlich mehr), Deckel auflegen und auf mittlerer Stufe kochen, bis die Rhabarberstängel ihre Form verloren haben (braucht ca. 10 Minuten). Gelegentlich umrühren.