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Archiv der Kategorie: Reis

Risotto al forno

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Immer nur Risotto mit Gemüseeinlage kann ja jede_r. Da wollte ich mal was anderes. Spinat macht den Risotto leichter und saftiger, und ein bisschen krosse Kruste hat noch keinem Gericht geschadet.

Risotto al forno

Geschichteter Spinatrisotto
(für 2)

150-200g Risottoreis
1/2 Zwiebel
1 dl Weisswein
ca 0.7 l Gemüsebouillon
2 EL geriebener Parmesan + mehr für die Kruste
300g Spinat
1 Knoblauchzehe
1 EL abgeriebene Zitronenschale
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Bouillon aufsetzen. Die Zwiebel hacken. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Reis zugeben und andünsten, bis beides glasig ist. Mit dem Wein ablöschen. Ist der Wein eingekocht, etwas Bouillon nachgiessen. Ist diese wieder eingekocht, wieder Bouillon nachgiessen, bis der Reis gar ist. Dazwischen fleissig rühren.

Spinat waschen. In einem zweiten Topf nochmals etwas Olivenöl erhitzen. Knoblauchzehe durchdrücken und ins Öl geben. Spinat zugeben, umrühren, Deckel auflegen und 2 Minuten warten. Ist der Spinat zusammengefallen mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zitronenschale abschmecken.

Der Risotto ist gar, wenn die Körnern noch etwas Biss haben und die Masse nicht zu kompakt ist. Risotto soll ruhig noch etwas fliessen. Dann den Topf vom Feuer nehmen und 2 EL geriebenen Parmesan unterziehen. Die Hälfte des Risottos in eine Auflaufform geben. Darüber den Spinat verteilen und die zweite Hälfte des Risottos darüber geben. Parmesan drüber reiben und für ca 20 Minuten bei 200° C in den Ofen. Oder einfach so lange, bis eine leichte Kruste entstanden ist.

Wärme im Bauch

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Der Winter schlägt so richtig zu – die Landschaft liegt unter einer dichten Schneeschicht, Gehwege sind eisige Schlittelbahnen und die Kälte prickelt im Gesicht. In diesen Fällen braucht man wenigstens etwas innere Wärme. Das scheint eine weltweite Wahrheit zu sein, jedenfalls wärmt dieses deftige Gericht aus dem gebirgigen Afghanistan so richtig schön Körper und Seele.

Das ursprüngliche (nur wenig veränderte) Rezept stammt aus Sally Butchers Veggiestan (erschienen 2012 im Christian Verlag).

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Afghanischer Karotteneintopf
(für 2)

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Peperoncino
Ingwer (ca. 1 cm)
1/2 TL Kurkuma
1/4 TL schwarzer Kümmel
1/4 TL gemahlener Koriander
1 Prise Nelkenpulver
300g Karotten
150g Chana Dal (geschälte, halbierte Kichererbsen)
1 EL Tomatenpüree
1 kleine Dose gehackte Tomaten (230g)
2 EL Verjus (alternativ: Zitronensaft)
Salz
Öl

Reis
Joghurt

Zwiebel, Knoblauch, Peperoncino und Ingwer hacken. Karotten schälen und in mundgerechte Stifte schneiden. Die Zwiebel in einer grossen Pfanne in etwas Öl anschwitzen, Knoblauch, Ingwer und Peperoncino zugeben. Sind die Zwiebeln weich, Kurkuma, Kümmel, Koriander, Nelkenpulver, Karotten und die Kichererbsen zugeben, einige Minuten mit andünsten. Das Tomatenpüree unterrühren, dann mit den gehackten Tomaten ablöschen und mit Salz und Verjus würzen. Wasser aufgiessen, bis alles knapp bedeckt ist. 45 Minuten köcheln lassen, bis die Karotten gar sind.

Mit Basmatireis und Joghurt servieren.

„Mattar Paneer“, made autumnal

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Letztens hatte ich eine grosse Tüte grüner Bohnen in meinem Gemüseabo. Leider mag ich grüne Bohnen nicht besonders und zu meinem Unglück waren es auch noch mehr Bohnen, als wir zu zweit hätten in einem Mal essen können. Also war Kreativität gefragt. Im Gefrieffach hatte ich noch einen halben Block Paneer liegen und indisch kochen wollte ich eh schon länger mal wieder. Mattar Paneer! Aber statt Erbsen mit grünen Bohnen! Super Idee!

Dazu die grünen Bohnen waschen, in kurze Stücke schneiden und dann verfahren wie im Rezept für Mattar Paneer. Einziger Unterschied: erst die Bohnen in die Sauce rühren, Deckel auflegen und ca. 10 Min. garen lassen. Erst dann den Paneer oder Feta unterrühren.

Dazu gabs indisch-gewürzten Spinat mit Weisskohl vermischt und Basmati-Reis.

Auberginen mit Koriander und Oregano

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Diese Auberginen sind ideal für die momentane Hitze – sie sind erfrischend und werden lauwarm gegessen. Das Rezept stammt aus Ottolenghis zweitem Buch „Das Kochbuch“ (erschienen 2012 bei Dorling Kindersley) und sieht die Auberginen zusammen mit Tahini als Vorspeise vor. Wir haben sie zusammen mit Zitronenreis als vollwertiges Abendessen gegessen und fanden das Tahini überflüssig, weswegen ich es hier nun weglasse.

Marinierte Auberginen
(für 2 als leichtes Abendessen)

3 kleine Auberginen
1 Peperoncini
1/2 Bund Koriander
1/2 Bund Oregano
1 Knoblauchzehe
3 EL Zitronensaft
Olivenöl
Salz & Pfeffer

Den Backofen auf 220° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Stielansatz der Auberginen kappen, dann die Auberginen in der Länge halbieren. Das untere, dicke Ende halbieren und die Hälften jeweils dritteln. Beim dünneren, oberen Ende die Hälften lediglich halbieren. So sollten ählich grosse Spalten entstehen. Diese Spalten auf einem Blech verteilen, mit Olivenöl einpinseln, salzen und pfeffern. Die Auberginen 15 Minuten im Ofen rösten.

Währenddessen die Peperoncini, die Knoblauchzehe und die Kräuter fein hacken und mit dem Zitronensaft, 4 EL Olivenöl, 1 TL Salz und etwas Pfeffer mischen.

Sind die Auberginenspalten fertig, also weich und braun, sofort die Marinade darüber verteilen und 30 Minuten ziehen lassen. Mit Zitronenreis servieren.

Morchelsauce mit Tofu

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Wir sind heute von einer Woche Ferien zurück gekommen. Nach der langen Fahrt aus dem Südtessin in den kühlen, verregneten Norden waren wir hungrig und ein währschaftes Gericht aus unseren Vorräten musste her. Im Kühlschrank fand sich noch Tofu, im Küchenschrank getrocknete Morcheln und pflanzlicher Rahmersatz, im Tiefkühlfach Erbsen und Reis ist eh immer da.

Morchelsauce mit Tofu
(für 2 ausgehungerte Reisende)

200g Tofu
20g getrocknete Morcheln
1 Schalotte
2 dl SojaCusine oder Doppelrahm
150ml Marsala
1 TL Zitronensaft
Sonnenblumenöl
(1 Prise Zucker)
Salz, Pfeffer

Die Pilze in warmem Wasser einweichen (ca. 15 Minuten), den Tofu würfeln, die Schalotte hacken. Den Tofu im Öl rundum kross anbraten, dann die Schalotte zugeben und kurz andünsten. Das Pilzwasser abschütten und die Pilze ebenfalls 1-2 Minuten andünsten. Dann mit dem Marsala ablöschen. Die Flüssigkeit auf einen Drittel reduzieren. Dann den Rahm(ersatz) zugeben und, falls es Ersatz sein sollte, die Prise Zucker einrühren. Die Sauce nach Geschmack eindicken lassen, dann mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Mit Reis und Erbsen servieren.

Mattar Paneer [Paneer mit Erbsen]

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Ich weiss noch genau, wann ich das erste Mal indisch gegessen habe. Wir waren in Trim, einer kleinen Stadt in Irland, die mir genauso grimmig erschien, wie ihr Name vermuten lässt. Es regnete und wir hatten Hunger.
Wir hatten bereits die ganze Stadt erfolglos nach einem Restaurant abgesucht, das uns keine Lebensmittelvergiftung bescheren würde und beschlossen darum, einen Blick in die fensterlose Lagerhalle mit der Aufschrift „Restaurant“ zu werfen. Wir öffneten die metallene Tür und landeten in 1001 Nacht! Ich weiss nicht, ob es der Kontrast zur fürchterlichen Aussenwelt war, oder ob dieses indische Restaurant wirklich das schönste war, in dem ich je gegessen habe. Und das waren seither viele.

Was ich an diesem ersten indischen Abend gegessen habe, habe ich leider vergessen. Doch indische Restaurants sind nach diesem Abend kometenhaft in meiner Gunst gestiegen. Keine Reise, auf der wir nicht indisch essen würden. Mattar Paneer (auch „Mutter Paneer“/“Matar Panir“ und auf viele andere Weisen geschrieben) habe ich so auf einer späteren Reise nach Brügge in einem ebenfalls sehr stimmungsvollen Restaurant kennen gelernt.

Meine Version (sie stammt aus der englischen „Vegetarian Times“) ist deutlich vereinfacht und kommt nicht an die Komplexität jener aus guten indischen Restaurants ran. Aber dafür ist sie schnell und einfach.

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Pfeffriger Tofu mit Frühlingszwiebeln

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Obwohl ich Ottolenghis Buch „Genussvoll vegetarisch“ (2011) seit letztem Sommer besitze und verehre, bin ich erst wegen GourmetGuerillas Post auf dieses Rezept aufmerksam geworden. Scharfer Tofu mit Frühlingszwiebeln klingt supertoll. Und mein Freund fand das Gericht dann ebenso.
Mir wars zu fettig. Und zu wenig flüssig. Und zu pfeffrig. Wenigstens gegen die letzten beiden würde ein Schuss Wasser und weniger Pfeffer helfen. Und vielleicht probiert ihr es auch einfach mal mit GourmetGuerillas modifiziertem Rezept – das scheint sauciger.

Ich werde den Tofu wiedermal kochen. Aber dann spar ich mir die Mühe, Tofu selbst zu frittieren und kauf gleich frittierten.

Hier nun meins, leicht verändert – ich hätte vermutlich kaum so viele Zwiebeln, wie im Original verwendet, vertragen 😉

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