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Schlagwort-Archive: Aubergine

Burani Bonjon

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Zum Geburtstag bekam ich das Kochbuch „Veggiestan“ (Sally Butcher, erschienen 2012 im Christian Verlag) , das mehrere meiner ganz grossen Lieben verbindet: pakistanische/afghanische Gemüseküche mit Berichten von Land, Leuten und (Ess)kultur. Wie wunderbar! =)

Trotzdem bin ich noch nicht allzu oft dazu gekommen, ein Rezept aus dem Kochbuch nachzukochen. Neben einem tollen Fatousch (Brotsalat) ist dies erst das zweite Rezept aus diesem Buch. Und was für eines! Sally Butcher berichtet, diese Auberginen an Joghurtsauce seien ursprünglich für eine persische Königin kreiert worden, die eine grosse Schwäche für Joghurt gehabt haben soll. Heute sei das Gericht im Iran und in Afghanistan verbereitet. Diese Version sei vorallem in Afghanistan üblich.

Mir haben die Auberginen auch ganz ohne Krönchen auf dem Kopf geschmeckt 😉

Gebratene Auberginen an Joghurtsauce
(für 2)

2 Auberginen
1/2 Zwiebel
2 grüne Chilis
1 TL Kurkuma
1 Dose Pelati, gehackt (400g)
1/2 Bund Koriander plus etwas mehr zur Deko
Salz
Rapsöl

1 Becher Naturejoghurt (180g)
1 EL Zitronensaft
3-4 Knoblauchzehen
etwas frische Minze
Salz, Pfeffer

Auberginen in ca 6-7 mm dicke Scheiben schneiden. Die Zwiebel hacken, die Chili entkernen und in Ringe schneiden. Den Koriander waschen und hacken.

In einer Pfanne mit Deckel wenig Öl erhitzen, die Zwiebel und die Chilis anschwitzen. Beiseite legen.

Mehr Öl in die Pfanne geben, erhitzen und die Auberginen (in mehreren Durchgängen) beidseitig braten, bis sie weich und gebräunt sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Sind alle Auberginen gebraten, alle zurück in die Pfanne geben, mit Kurkuma bestreuen, mit den Tomaten ablöschen, den Koriander und die Zwiebel-Chili-Mischung unterrühren, ca 1 dl Wasser zugiessen, Deckel auflegen und 30 Min auf kleiner Stufe köcheln lassen. Ev. nochmals Wasser nachgiessen.

Für die Joghurtsauce den Joghurt mit dem Zitronensaft vermischen, die Knoblauchzehen dazupressen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Minze hacken und unterziehen.

Die Auberginen abschmecken. Dann rasch anrichten: erst die Auberginen aufschichten, dann mit dem Joghurt beträufeln und mit frischem Koriander toppen. Die heissen Auberginen vermischen sich nun mit dem kühleren Joghurt. Das ist gewollt – also schnell mit Naan oder Reis servieren.

Auberginen mit Koriander und Oregano

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Diese Auberginen sind ideal für die momentane Hitze – sie sind erfrischend und werden lauwarm gegessen. Das Rezept stammt aus Ottolenghis zweitem Buch „Das Kochbuch“ (erschienen 2012 bei Dorling Kindersley) und sieht die Auberginen zusammen mit Tahini als Vorspeise vor. Wir haben sie zusammen mit Zitronenreis als vollwertiges Abendessen gegessen und fanden das Tahini überflüssig, weswegen ich es hier nun weglasse.

Marinierte Auberginen
(für 2 als leichtes Abendessen)

3 kleine Auberginen
1 Peperoncini
1/2 Bund Koriander
1/2 Bund Oregano
1 Knoblauchzehe
3 EL Zitronensaft
Olivenöl
Salz & Pfeffer

Den Backofen auf 220° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Stielansatz der Auberginen kappen, dann die Auberginen in der Länge halbieren. Das untere, dicke Ende halbieren und die Hälften jeweils dritteln. Beim dünneren, oberen Ende die Hälften lediglich halbieren. So sollten ählich grosse Spalten entstehen. Diese Spalten auf einem Blech verteilen, mit Olivenöl einpinseln, salzen und pfeffern. Die Auberginen 15 Minuten im Ofen rösten.

Währenddessen die Peperoncini, die Knoblauchzehe und die Kräuter fein hacken und mit dem Zitronensaft, 4 EL Olivenöl, 1 TL Salz und etwas Pfeffer mischen.

Sind die Auberginenspalten fertig, also weich und braun, sofort die Marinade darüber verteilen und 30 Minuten ziehen lassen. Mit Zitronenreis servieren.

Pasta alla Norma

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Und weiter in der Reihe „Laura bekommt nicht genug von Auberginen…“! 🙂

Die Pasta alla Norma ist ein typisch sizilianisches Gericht mit Tomaten, Auberginen, Basilikum und, eigentlich, Ricotta. Benannt ist das Gericht nach der Oper Norma des sizilianischen Komponisten Vincenzo Bellini, die damals auf Sizilien so beliebt war, dass alles nach ihr benannt wurde, was aussergewöhnlich schön oder gut war.

Mir war die Version mit Ricotta immer zu schwer, ohne mag ich die Norma dafür umso lieber. So richtig würzig wird sie in der Herbivoracious-Version mit Oliven und vielen frischen Kräutern. Sehr zu empfehlen!

Pasta „alla Norma“ nach Herbivoracious
(für 2)

1 Aubergine
1 kleine Zwiebel
1 Zweig Rosmarin
3 Knoblauchzehen
1/2 TL Chiliflocken
10-15 gute schwarze Oliven (z.B. Kalamata)
1 grosse Tomate
1 Hand voll frischer Basilikum
1 Hand voll frische Petersilie
20g Parmesan
250g Kurze Pasta
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Tomaten würfeln, Parmesan reiben, Basilikum und Petersilie hacken und alles zur Seite stellen.

Aubergine in Würfel schneiden (wer will, gibt die Würfel jetzt in ein Sieb, salzt sie kräftig und lässt sie in der Spühle 1 Stunde abtropfen – das zieht viel Flüssigkeit raus, dennoch finde ich nicht, dass es geschmacklich viel ausmacht). Die Zwiebel hacken, die Rosmarinblättchen fein schneiden (geht am besten mit der Küchenschere).

In einer grossen Bratpfanne 2 EL Olivenöl erhitzen, Auberginenwürfel, Zwiebel und Rosmarin hineingeben und gegebenenfalls (wenn nicht schon beim abtropfen geschehen) salzen, immer wieder umrühren, so dass die Aubergine nicht anbrennt, obwohl sie alles Öl aufsaugt (nicht noch mehr nachgiessen!). Pastawasser aufsetzen.

Währenddessen die Oliven entkernen und hacken, den Knoblauch fein stifteln.

Ist die Aubergine gar, alles zur Seite schieben und kurz (!) in wenig zusätzlichem Olivenöl den Knoblauch und die Chiliflocken andünsten. Sofort zusammen mit den Oliven unter die Auberginen mischen.

Ist die Pasta al dente, eine halbe Tasse Pastawasser abschöpfen, die Pasta abgiessen und zusammen mit der Auberginenmischung zurück in den Topf geben. Das abgeschöpfte Pastawasser, die Tomatenwürfel und den geriebenen Parmesan unterheben. Auf Teller verteilen und Basilikum und Petersilie darüber streuen.

Elegante Auberginen an Buttermilchsauce

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Sommer ist Auberginenzeit! Ich könnte dieses schöne, vielseitige Gemüse im Moment jeden Tag essen. Und tue es auch fast 🙂 Und während ich leider noch keine richtig aromatischen Tomaten erwischt habe, sind Auberginen da einfach. Sie schmecken eigentlich immer.

Dieses Rezept stammt aus Ottolenghis „Genussvoll vegetarisch“ (erschienen 2011 bei Dorling Kindersley) und wird als Vorspeise gehandelt. Ich mag es aber so sehr, dass ich es auch gerne als leichtes Nachtessen mit etwas Couscous serviere. Die weiche, aromatische Aubergine, in Kombi mit der feinen Säure von Joghurt und Granatapfel, etwas Schärfe vom Knoblauch, dem Thymian und dem exotisch-zitronigem Za’atar – ein Traum! Dazu ist das Ganze einfach gemacht und sieht super aus – auch ideal zum angeben 😉

(für 2 als sehr leichtes Abendessen – ev gestreckt mit Couscous)

2 Auberginen
4 EL Olivenöl
2 Zweige Thymian
wenige Granatapfelkerne
1 TL Za’atar (Gewürzmischung aus Thymian, Sumak und Sesam)
Salz und Pfeffer

70 ml Buttermilch
50 Naturejoghurt
1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Prise Salz

Den Backofen auf 200° C Umluft vorheizen. Die Auberginen inklusive Stielansatz längs halbieren, die Schnittfläche mehrmals quer und  einmal längs einschneiden (aber nicht durchschneiden) und mit den 4 EL Olivenöl tränken, salzen, pfeffern und für 35-40 Minuten in den Ofen schieben, bis die Auberginen weich und gebräunt sind.

Während die Auberginen im Ofen sind, Buttermilch, Joghurt, 1 EL Olivenöl und etwas Salz mischen, die Knoblauchzehe dazupressen und gut mischen. Den Granatapfel aufschneiden und mit den Fingern die Kerne rausbrechen (Schürze tragen! Der rote Saft spritzt überall rum). Sind die Auberginen fertig auf Tellern anrichten, mit der Joghurtsauce bedecken, mit Za’ata, den Granatapfelkernen und einigen Thymianblättchen bestreuen. Warm servieren.

Polenta mit Auberginensauce

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Meine Familie besitzt seit den 80er-Jahren ein Haus im Valle di Muggio, einem Tal am Südhang des Monte Generoso, direkt an der Grenze zu Italien. Das Tal ist vorallem für den Zincarlin bekannt, ein pfeffriges „Formaggini“, das mittlerweile ein Slow Food Presidia ist. Seither wird der kleine Frischkäse ein bisschen gehypt – im Schweizer Fernsehen und in Kochblogs und -magazinen. Mit einem eigenen Rezept kann ich aber nicht dienen (meine Tante macht aber ein gutes Risotto mit frischen Brennnesseln und Zincarlin), weil ich den Zincarlin gar nicht so speziell  finde und für mich ein anderes Produkt des Tals das Highlight bildet: die rote Polenta aus der restaurierten Mühle in Bruzella.

Diese Bramata wird aus einem roten Pro Specia Rara-Mais gemahlen und schmeckt unvergleichlich aromatisch. Eine Polenta, die mehr als nur fade Stärkebeilage ist. Nachdem ich im Dorfladen meine Vorräte wieder  aufstocken konnte, gab es dann auch sofort ein spätes Abendessen auf dem Balkon des Ferienhauses. Als Sauce gabs jene, die Ottolenghi zu frischer Polenta serviert. Hat auch mit dieser getrockneten sehr gut gemundet.

(Fairerweise muss ich anfügen, dass es die rote Polenta auch aus anderen Tälern in Spezialitätenläden der Deutschschweiz gibt)

Polenta mit Auberginensauce
(für 2)

1/2 Tasse Polenta (Bramata/grob)
Salz oder Bouillon
etwas Bergkäse, gerieben

2 Tassen (vierfache Menge – ev. mehr, wenn man eine eher flüssige Polenta haben möchte) Wasser zum Kochen bringen, salzen oder mit Bouillonpulver würzen und dann die Polenta einrühren. Auf kleinem Feuer und unter stetigem rühren 45-60 Minuten köcheln lassen. Ist die Polenta gar, den Käse unterrühren und heiss servieren. Resten auf einem Brett ausstreichen, abkühlen lassen und am nächsten Tag braten.

1 mittlere Aubergine
2 TL Tomatenpüree
60 ml Weisswein
400g gehackte Tomaten aus der Dose
2 Prisen Zucker
1 EL Oregano
Salz
Olivenöl

Die Aubergine in Würfel schneiden, das Olivenöl (4-5 EL) in einer Bratpfanne erhitzen und die Auberginenwürfel eine Viertelstunde bei mittlerer Temepratur und unter rühren anbraten. Das Tomatenpüree unterrühren, mit dem Weisswein ablöschen und kurz aufkochen lassen. Die Tomaten hinein schütten, den Zucker zugeben, den Oregano hacken, in die Sauce geben, salzen und 5 Minuten köcheln lassen. Mit der Polenta servieren.

Bagel mit Hummus und Auberginen

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Ich nehme mir mein Mittagessen oft mit, weil im Stadtteil, in dem ich arbeite, kaum gesundes, gutes Fast-Food zu bekommen ist. Die Idee zu diesem Bagel hatte ich letzten Sonntag, als ich mit meiner Grossmutter im Bagels in Winterthur einen Tee trank. Leider liegt das Bagels aber nicht auf meinem Arbeitsweg, weswegen ich den Bagel freestyle zuhause nachgebastelt habe.

Bagel mit Hummus und Auberginen

1 Bagel zum Toasten
Hummus
1/4 Aubergine
1 Hand voll Rucola
Salz
Pfeffer
Za’atar
Olivenöl

Bagel aufschneiden, toasten.

Aubergine gut waschen, in sehr dünne Scheiben schneiden. In einer Bratpfanne etwas Olivenöl erhitzen, die Auberginenscheiben mit etwas Salz bestreuen und beidseitig im Öl braten. Sind sie gebräunt, auf einem Haushaltspapier abtropfen lassen.

Die beiden Bagelhälften mit Hummus bestreichen, mit etwas Za’atar bestreuen, dann den Bagelboden mit den Auberginenscheiben belegen, darüber den Rucola verteilen und diesen pfeffern. Bagel schliessen, gut einpacken und Mittags stolz geniessen.

Moussaka

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Gestern haben wir im italienischen Feinkostlädchen diese dicken, runden Auberginen entdeckt. Eigentlich habe ich einmal den Tipp erhalten, dass man diese, in Scheiben geschnitten, statt den Teigblättern in eine Lasagne schichten sollte.

Allerdings wollte ich schon länger dieses Brigitte-Rezept ausprobieren und so muss die Lasagne zugunsten des Moussakas warten.
Moussaka ist, habe ich rasch nachgeschlagen, ein gratiniertes Gericht mit Auberginen und Hackfleisch und wird in Abwandlungen im gesamten Mittelmeerraum bis in den Nahen Osten hinein gekocht. Bei uns wurde vorallem die griechische Variante populär.

Und weil ich Moussaka eben mit Griechenland verbinde, fand ich den Mozzarella im Brigitte-Rezept etwas störend. Original griechisch wäre ohnehin eine Art Béchamel mit Ei verquirlt, also wieso nicht gleich ganz vom Rezept abweichen und Feta nehmen? Im Kühlschrank lag auch noch ein Beutel Rucola, der dringend gegessen werden wollte. Von Yotam Ottolenghi, der ja auch grob aus der Richtung kommt, habe ich gelernt, dass man Rucola wie Spinat kochen kann (mit traumhaftem Ergebnis, übrigens) und in einigen Moussakarezepten wird Spinat verwendet. So wurde der Rucola gleich mitverkocht.
Ausserdem habe ich die Menge Kartoffeln verkleinert (die Bikinisaison kommt bestimmt!).

So ist dieses Moussaka alles andere als original geraten – Puristen und Puristinnen dürfen es gerne einfach Auberginen-Kartoffelgratin nennen 🙂

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