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Schlagwort-Archive: Basilikum

Trofie ligure

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In Ligurien wird Pesto Genovese gerne mit Pasta, Kartoffeln und grünen Bohnen gegessen. Mehr als eine Stärkebeilage zu kombinieren scheint Nordeuropäern etwas absurd und lässt Diätkönigen und -königinnen die Haare zu Berge stehen, aber eigentlich ist dies in vielen Ländern gängige Praxis. Für das bekannte ägyptische Gericht „Koushari“ wird Reis mit Teigwaren gemischt, indische Curries mit Kartoffeln werden ganz selbstverständlich mit Brot oder Reis gegessen und auch die schweizer Älplermagronen werden mit Kartoffeln (und Käsesauce!) angereichert.

Die Liguren haben jedenfalls die ideale Pasta hierfür entwickelt: die eng eingedrehten Trofie brauchen ziemlich genau gleich lang (nämlich etwa 15 Minuten) um im kochenden Salzwasser gar zu werden wie ca. 2 Zentimeter grosse Kartoffelwürfelchen. 5 Minuten später wirft man noch die grünen Bohnen in den Topf, wartet nochmals etwa 10 Minuten (die Bohnen bleiben so ziemlich knackig – wer das nicht mag, gibt sie einfach früher zu), giesst das Ganze ab und serviert sie mit Pesto Genovese.

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Caprese einmal anders

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Insalata Caprese ist das Nationalgericht der Italiener_innen, weil die Farben von (grünem) Basilikum, Mozzarella und Tomaten die Farben der italienischen Flagge wiederspiegeln. Ich liebe Caprese – ob nur mit Olivenöl (wie in Italien) oder mit Acceto Balsamico aufgemotzt. Aber manchmal, da hätte ich zwar Lust auf Tomaten, Mozzarella und Basilikum, aber der klassische Caprese hängt mir zum Hals raus. Und dafür gibts Ottolenghi (Genussvoll vegetarisch, erschienen 2011 bei Dorling Kindersley) Er kombiniert dazu nämlich Fenchelsamen, Oregano und Zitronenzesten und fertig ist die erfrischend neue Sauce. Und guuuuut ist die!

Aber auch frischer Thymian und Kräutersalz statt Fenchel und Oregano machen sich gut an diesem Salat.

(für 2)

1 Kugel Mozzarella die Buffala
4 Tomaten
1 TL Fenchelsamen (z.B. aus einem Teebeutel)
1 Zitrone
2 Hand voll frischer Basilikum
2 Zweige Oregano (oder 1-2 TL getrockneter)
2 TL Olivenöl
2 TL Rapsöl
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Salz

Büffelmozzarella in Stücke reissen. Die Fenchelsamen ohne Fett in einer Bratpfanne anrösten, grob zerstossen und in eine Schale geben. Die Schale der Zitrone dazu reiben, den Basilikum in feine Streifen schneiden, den Oregano hacken und beides ebenfalls in die Schale geben. Alles mit Oliven- und Rapsöl mischen, den Knoblauch dazupressen, mit dem Salz abschmecken. Über den Mozzarella geben und 10 Minuten marinieren.

In dieser Zeit die Tomaten schneiden, anrichten und mit etwas Olivenöl beträufeln. Mit dem Mozzarella servieren.

Pasta alla Norma

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Und weiter in der Reihe „Laura bekommt nicht genug von Auberginen…“! 🙂

Die Pasta alla Norma ist ein typisch sizilianisches Gericht mit Tomaten, Auberginen, Basilikum und, eigentlich, Ricotta. Benannt ist das Gericht nach der Oper Norma des sizilianischen Komponisten Vincenzo Bellini, die damals auf Sizilien so beliebt war, dass alles nach ihr benannt wurde, was aussergewöhnlich schön oder gut war.

Mir war die Version mit Ricotta immer zu schwer, ohne mag ich die Norma dafür umso lieber. So richtig würzig wird sie in der Herbivoracious-Version mit Oliven und vielen frischen Kräutern. Sehr zu empfehlen!

Pasta „alla Norma“ nach Herbivoracious
(für 2)

1 Aubergine
1 kleine Zwiebel
1 Zweig Rosmarin
3 Knoblauchzehen
1/2 TL Chiliflocken
10-15 gute schwarze Oliven (z.B. Kalamata)
1 grosse Tomate
1 Hand voll frischer Basilikum
1 Hand voll frische Petersilie
20g Parmesan
250g Kurze Pasta
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Tomaten würfeln, Parmesan reiben, Basilikum und Petersilie hacken und alles zur Seite stellen.

Aubergine in Würfel schneiden (wer will, gibt die Würfel jetzt in ein Sieb, salzt sie kräftig und lässt sie in der Spühle 1 Stunde abtropfen – das zieht viel Flüssigkeit raus, dennoch finde ich nicht, dass es geschmacklich viel ausmacht). Die Zwiebel hacken, die Rosmarinblättchen fein schneiden (geht am besten mit der Küchenschere).

In einer grossen Bratpfanne 2 EL Olivenöl erhitzen, Auberginenwürfel, Zwiebel und Rosmarin hineingeben und gegebenenfalls (wenn nicht schon beim abtropfen geschehen) salzen, immer wieder umrühren, so dass die Aubergine nicht anbrennt, obwohl sie alles Öl aufsaugt (nicht noch mehr nachgiessen!). Pastawasser aufsetzen.

Währenddessen die Oliven entkernen und hacken, den Knoblauch fein stifteln.

Ist die Aubergine gar, alles zur Seite schieben und kurz (!) in wenig zusätzlichem Olivenöl den Knoblauch und die Chiliflocken andünsten. Sofort zusammen mit den Oliven unter die Auberginen mischen.

Ist die Pasta al dente, eine halbe Tasse Pastawasser abschöpfen, die Pasta abgiessen und zusammen mit der Auberginenmischung zurück in den Topf geben. Das abgeschöpfte Pastawasser, die Tomatenwürfel und den geriebenen Parmesan unterheben. Auf Teller verteilen und Basilikum und Petersilie darüber streuen.

Italienischer Pastasalat

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Als Vegi sind mir die Beilagen beim Grillieren wichtiger als Anderen. Zwar bereite ich mir jeweils etwas Vegetarisches für auf den Grill vor, aber das sättigt einfach nicht gleich, wie das Fleisch vermutlich tun würde.

Nachdem ich vor ein paar Jahren zuhause ausgezogen bin, wollte ich einen klassischen Teigwarensalat machen, der so gut war, wie jener meiner Mutter. Allerdings musste ich schnell einsehen, dass ich ihren nicht würde toppen können und bin dann auf eine Alternative ausgewichen – ich hab einen eigenen, eher italienisch inspirierten Pastasalat kreiert und für diesen dann endlich auch Komplimente einheimsen können 🙂

Pastasalat
(als Beilage für ca. 6 Personen)

500g kurze Pasta (z.B. Penne)
100g Rucola
1 Hand voll Basilikumblätter
300-400g Datterini-Tomaten
100g Parmesan
2 Hände voll Pinienkerne
Olivenöl
Acceto Balsamico
etwas Balsamicoreduktion
grobes Salz
Pfeffer

Pasta kochen, wenn sie al dente ist, abgiessen und mit kaltem Wasser abschrecken.

Rucola und Basilikum waschen, grob hacken/in der Salatschüssel mit der Küchenschere zerkleinern. Die Tomaten längs vierteln (halbiert man sie nur, bleiben gerne die Pinienkerne darin hängen), den Parmesan in mehr oder minder kleine Stücke schneiden (oder brechen). Alles (inkl. Pasta) in die Schüssel zum Rucola geben. Die Pinienkerne in einer Bratpfanne ohne Öl anrösten und ebenfalls in die Schüssel geben. Salzen und kräftig pfeffern, ca. 4-5 EL Olivenöl und ca. 3 EL Acceto Balsamico und einen Spritzer Balsamicoreduktion zugeben, gut mischen und kühlstellen, bis man den Salat serviert. Vor dem servieren nochmals mischen und allenfalls noch Öl und Essig nachgiessen – die Pasta saugt ziemlich viel Flüssigkeit auf.

Tagliatelle alle Erbe

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Dieses Rezept für Pasta mit frischen Kräutern und Tomatenwürfeln habe ich vor Jahren aus einem Kochbuch meiner Nonna abgeschrieben. Nur schon diese Tatsache macht es zu einer Preziose.

Das Kochbuch enthielt die Rezepte des venezianischen Restaurants „Harry’s Bar“, und soweit ich mich erinnere, stand zu diesem Rezept, der Kellner, der immer auf Diät sei, empfehle allen Gästen diese Pasta alle Erbe. Diätgeeignet ist dieses Rezept allerdings bestimmt nicht – sollte die Geschichte also stimmen, ist diese Empfehlung vielleicht eher eine Ersatzhandlung, weil der Kellner selbst die Pasta nicht essen „darf“.

Pasta alle Erbe
(für 2 Personen)

ca. 5 EL fein gehackte Kräuter. Petersilie, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Oregano… es sind auch andere Kombinationen oder nur Petersilie möglich. Persönlich finde ich, Petersilie ist zwingend, alles andere kann getauscht werden.

45ml Olivenöl
4 EL gewürfelte Tomaten
250g Tagliatelle, Taglioni oder Spaghetti
25g Butter
25g Parmesan

Pasta al dente kochen, abgiessen und wieder zurück in den Topf geben. Butter und Parmesan unterrühren.

Olivenöl in einem weiteren Topf erhitzen, Tomatenwürfel und Kräuter kurz andünsten, in den Topf mit der Pasta geben, gut mischen, heiss servieren.

Bärlauch-Knöpfli

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Endlich Frühling! Jedes Jahr kann ich es kaum erwarten, endlich etwas saisonale Abwechslung auf den Teller zu bekommen. Auch wenn ich ab und an sündige und Auberginen und Tomaten auch im Winter in der Pfanne landen, ist die Winterkost ja doch eher eintönig. Aber jetzt hat die Bärlauchsaison begonnen und ich kann aufatmen. Und tief einatmen: Diese Bärlauch-Knöpfli riechen sehr gut 🙂

Im Originalrezept aus dem GU „Vegetarian Basics“ wird aus dem Teig Spätzle gemacht. Ob man Spätzle oder die kürzeren Knöpfli bevorzugt ist Geschmackssache. Gemacht werden sie aus dem gleichen Teig.

Bärlauch-Knöpfli
(für 2)

Knöpfliteig für 2 Personen nach bewährtem Rezept machen. Zum Beispiel so:

200g Mehl (am besten gelingt der Teig mit speziellem Knöpflimehl. Gibts in jedem Schweizer Supermarkt)
1/3 TL Salz
2 frische Eier
1 dl Wasser

Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Eier und Wasser verrühren und dann von der Mitte aus unter das Mehl mischen. Mit einem Schwingbesen gut verrühren, bis der Teig in Fetzen vom Besen reisst.

1 Bund Bärlauch
1 Zwiebel
Olivenöl

Bärlauch klein hacken und unter den fertigen Teig mischen. Den Teig 30 Minuten stehen lassen.

Knöpfli durchs Knöpflisieb in kochendes Salzwasser schaben. Wer sowas nicht besitzt, macht Spätzle. Die Knöpfli nach 3 Minuten mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und abtropfen lassen.

1 Zwiebel in Ringe schneiden, Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen, die Zwiebel anbraten und die Knöpfli dazugeben. Anbraten und mit Tomatensalat servieren.

Silvester-Menü: Mezze

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Letztes Jahr gabs an Silvester (in nahezu gleicher Besetzung) Fondue und weil das so einfach und schnell geht und niemand viel vorbereiten muss, war das auch heuer der Plan. Nachdem aber einige der Gäste schon in der Woche vor Silvester Fondue hatten, sind wir auf Mezze umgeschwenkt. Mezze sind zwar aufwändiger, aber man kann sie ebenfalls über Stunden essen. Während des Essens ist mir aufgefallen, dass die arabischen Vorspeisen eigentlich super zu Tischgrill passen würden…

Es gab:

  • Hummus (aus dem türkischen Lebensmittelgeschäft)
  • Antipasti: Oliven, Teufelshörnchen und Cherrytomaten
  • Baba Ganoush
  • Olivenöl mit Zataar
  • Taboulé
  • Joghurtsauce mit Knoblauch und wenig Olivenöl
  • Marokkanischer Salat
  • Rucolasalat
  • Muhammara, die einer der Gäste mitgebracht hat
  • Hackfleischbällchen und Falaffel
  • dazu Fladenbrot und Pita (gekauft im Coop), Baguette vom Bäcker