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Schlagwort-Archive: Joghurt

Winterpita

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Die abnehmende Auswahl an hiesigem Gemüse beweists: es wird Winter. Dumm für mich – mit den typischen Winterbeilagen kann man mich jagen. Blaukraut ist mir ebenso ein Graus wie Lauchgemüse mit Rahm und Speck.

Aber hin und wieder finde ich doch eine Zubereitungsart für all die klassischen Wintergemüse, die mir passt. So auch diese „Winterpita“ mit Lauchbratlingen und würzigem Rotkohl – ursprünglich von Michael/Herbivoracious, aber von mir leicht angepasst, damit ich keine zu exotischen Zutaten brauche.

Den scharfen, zitronigen Rotkohl koche ich nur bissfest – man kann ihn prima vorbereiten und eine Weile im Kühlschrank aufbewahren. Die „Lauchtätschli“ sind schnell gemacht und schön saisonal. Mein Freund und ich sind uns übrigens nicht einig: er findet die Lauchtätschli top – ich den Rotkohl.

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Pita mit Lauchtätschli und genialem Rotkohl
(für 4)

1 kleiner Rotkohlkopf
1 Zitrone
Harissa (oder Peperoncini und Knoblauch) nach Belieben
Schwarzkümmel
ev. Za’atar

2-3 Stangen Lauch
ca 1 Kaffeetasse voll Paniermehl
2 Eier
2 EL Chilipulver
1 Prise Zimt
Schwarzkümmel
Olivenöl

Salz
Naturejoghurt
Pitabrote

Den Rotkohl in feine Streifen schneiden, waschen. Die Schale der Zitrone abreiben und zur Seite stellen. Die Zitrone auspressen. Rotkohl und Zitronensaft aufkochen. Ca 10 Min., oder bis die gewünschte Bissfestigkeit erreicht ist, köcheln lassen. Mit Harissa, Salz, Za’atar und Schwarzkümmel würzen.

Lauchstangen längs halbieren und in ca 5mm dicke „Halbmonde“ schneiden, waschen. In einer Pfanne Olivenöl erwärmen, den Lauch darin dünsten, bis er in sich zusammenfällt. Mit Chilipulver, Zimt, Schwarzkümmel und Salz würzen. In eine Schüssel geben und mit Paniermehl und Eiern mischen.

Die Pfanne von vorhin wieder erhitzen und mit der Suppenkelle kleine Portionen der Lauch-Ei-Masse hineingeben, dabei darauf achten, dass die Tätschli nicht zu gross werden – sie passen sonst nicht mehr in die Pita. Die Tätschli von beiden Seiten bei mittlerer Hitze ausbraten.

Mit Gurkenscheiben und etwas Naturjoghurt in Pitabroten servieren.

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Burani Bonjon

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Zum Geburtstag bekam ich das Kochbuch „Veggiestan“ (Sally Butcher, erschienen 2012 im Christian Verlag) , das mehrere meiner ganz grossen Lieben verbindet: pakistanische/afghanische Gemüseküche mit Berichten von Land, Leuten und (Ess)kultur. Wie wunderbar! =)

Trotzdem bin ich noch nicht allzu oft dazu gekommen, ein Rezept aus dem Kochbuch nachzukochen. Neben einem tollen Fatousch (Brotsalat) ist dies erst das zweite Rezept aus diesem Buch. Und was für eines! Sally Butcher berichtet, diese Auberginen an Joghurtsauce seien ursprünglich für eine persische Königin kreiert worden, die eine grosse Schwäche für Joghurt gehabt haben soll. Heute sei das Gericht im Iran und in Afghanistan verbereitet. Diese Version sei vorallem in Afghanistan üblich.

Mir haben die Auberginen auch ganz ohne Krönchen auf dem Kopf geschmeckt 😉

Gebratene Auberginen an Joghurtsauce
(für 2)

2 Auberginen
1/2 Zwiebel
2 grüne Chilis
1 TL Kurkuma
1 Dose Pelati, gehackt (400g)
1/2 Bund Koriander plus etwas mehr zur Deko
Salz
Rapsöl

1 Becher Naturejoghurt (180g)
1 EL Zitronensaft
3-4 Knoblauchzehen
etwas frische Minze
Salz, Pfeffer

Auberginen in ca 6-7 mm dicke Scheiben schneiden. Die Zwiebel hacken, die Chili entkernen und in Ringe schneiden. Den Koriander waschen und hacken.

In einer Pfanne mit Deckel wenig Öl erhitzen, die Zwiebel und die Chilis anschwitzen. Beiseite legen.

Mehr Öl in die Pfanne geben, erhitzen und die Auberginen (in mehreren Durchgängen) beidseitig braten, bis sie weich und gebräunt sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Sind alle Auberginen gebraten, alle zurück in die Pfanne geben, mit Kurkuma bestreuen, mit den Tomaten ablöschen, den Koriander und die Zwiebel-Chili-Mischung unterrühren, ca 1 dl Wasser zugiessen, Deckel auflegen und 30 Min auf kleiner Stufe köcheln lassen. Ev. nochmals Wasser nachgiessen.

Für die Joghurtsauce den Joghurt mit dem Zitronensaft vermischen, die Knoblauchzehen dazupressen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Minze hacken und unterziehen.

Die Auberginen abschmecken. Dann rasch anrichten: erst die Auberginen aufschichten, dann mit dem Joghurt beträufeln und mit frischem Koriander toppen. Die heissen Auberginen vermischen sich nun mit dem kühleren Joghurt. Das ist gewollt – also schnell mit Naan oder Reis servieren.

Wärmendes Chili sin carne mit Schokolade

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Seit ich das Rezept für eine herzhafte Oaxaca-Mole (mexikanische Kakaosauce) zum ersten Mal im World Food Café der Caldicotts gesehen hatte, wollte ich es ausprobieren. Schokolade mal salzig statt süss konnte ich mir so gar nicht vorstellen, weswegen es zu testen war. Dazu gekommen ist es dann doch nie – aber letzte Woche hab ich fürchterlich gefroren, unbändige Lust auf Hülsenfrüchte, diversese Gemüse im Kühlschrank, das gegessen werden sollte und bin dann bei Green Kitchen Stories auf das Rezept für ein schokoladiges Bohnen-Chili gestossen. Perfekt!

Ich fand die Kombi Tomaten-Rotwein-Schokolade ganz toll, was auch nötig war, musste ich das Chili doch fast ganz alleine vertilgen, weil der Mitbewohner es so daneben fand. Hab ich aber mit Freuden gemacht 🙂

Chili

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Elegante Auberginen an Buttermilchsauce

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Sommer ist Auberginenzeit! Ich könnte dieses schöne, vielseitige Gemüse im Moment jeden Tag essen. Und tue es auch fast 🙂 Und während ich leider noch keine richtig aromatischen Tomaten erwischt habe, sind Auberginen da einfach. Sie schmecken eigentlich immer.

Dieses Rezept stammt aus Ottolenghis „Genussvoll vegetarisch“ (erschienen 2011 bei Dorling Kindersley) und wird als Vorspeise gehandelt. Ich mag es aber so sehr, dass ich es auch gerne als leichtes Nachtessen mit etwas Couscous serviere. Die weiche, aromatische Aubergine, in Kombi mit der feinen Säure von Joghurt und Granatapfel, etwas Schärfe vom Knoblauch, dem Thymian und dem exotisch-zitronigem Za’atar – ein Traum! Dazu ist das Ganze einfach gemacht und sieht super aus – auch ideal zum angeben 😉

(für 2 als sehr leichtes Abendessen – ev gestreckt mit Couscous)

2 Auberginen
4 EL Olivenöl
2 Zweige Thymian
wenige Granatapfelkerne
1 TL Za’atar (Gewürzmischung aus Thymian, Sumak und Sesam)
Salz und Pfeffer

70 ml Buttermilch
50 Naturejoghurt
1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Prise Salz

Den Backofen auf 200° C Umluft vorheizen. Die Auberginen inklusive Stielansatz längs halbieren, die Schnittfläche mehrmals quer und  einmal längs einschneiden (aber nicht durchschneiden) und mit den 4 EL Olivenöl tränken, salzen, pfeffern und für 35-40 Minuten in den Ofen schieben, bis die Auberginen weich und gebräunt sind.

Während die Auberginen im Ofen sind, Buttermilch, Joghurt, 1 EL Olivenöl und etwas Salz mischen, die Knoblauchzehe dazupressen und gut mischen. Den Granatapfel aufschneiden und mit den Fingern die Kerne rausbrechen (Schürze tragen! Der rote Saft spritzt überall rum). Sind die Auberginen fertig auf Tellern anrichten, mit der Joghurtsauce bedecken, mit Za’ata, den Granatapfelkernen und einigen Thymianblättchen bestreuen. Warm servieren.

Mangold oriental

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Ich hab keine Ahnung, woher dieses Rezept kommt, würde aber behaupten, es sei irgendwo im Nahen Osten anzusiedeln – wird doch mit Kümmel, Safran, Zitrone und frischem Koriander und Minze gewürzt. Und auch das Couscous und das Joghurt als Beilage deuten sehr darauf hin.

Die Zutatenliste ist erschreckend lang, aber lasst euch davon nicht abschreckend – das meiste lagert sowieso im gut sortierten Gewürzschrank und der Rest ist im Supermarkt erhältlich. Und nicht zu letzt ist die Belohnung für den Aufwand, alle Zutaten zusammenzutragen, ein absolut köstliches, leichtes Gericht.

Ich hielt mich übrigens für sehr clever, weil ich das Gericht jeweils mit Krautstiel anstatt Mangold zubereitet habe. Bis ich letztens dank einer Freundin feststellen durfte, dass Krautstiel nichts weiter als der Schweizer Begriff für Mangold ist. Aber auch mit Spinat oder einer Mischung aus Spinat und Rucola wird das Gericht sehr gut.

Das Originalrezept findet sich im hervorragenden Kochbuch „Die neue vegetarische Küche“ von Maria Elia (erschienen 2010 im Basssermann Verlag), das ich seit über einem Jahr liebe und praktisch nie im Regal steht, weil ich ständig irgendetwas daraus kochen will.
Selbstverständlich habe ich aber auch dieses Rezept etwas abgewandelt: So verwendet Elia Kreuzkümmel nicht Schwarzen Kümmel und das Couscous enthält Rosinen (die ich nicht mag), dafür werden die getrockneten Tomaten separat dazu gereicht.


(sorry, das Gericht schmeckt bedeutend besser, als es aussieht!)

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Gemüse-Fajitas

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Zum ersten Mal hatte ich vegetarische Fajitas in einem kleinen Restaurant in einem noch kleineren Dörfchen in der Nähe von Athlone, Irland. Dort gab es sie mit Zwiebeln, Peperoni, Champignons und Tomaten. Jahrelang hab ich sie genauso zuhause nachgekocht, bis ich vor kurzem auf eine Kombination mit Mini-Mais gestossen bin. Wer die Süsse von Mais nicht mag, dem empfehle ich die „Irland-Variante“, halbiert oder viertelt man die Champignons nur, erinnern sie etwas an die Konsistenz von Fleisch.

Gemüse-Fajitas
(für 2-3 Personen)

1 Packung Mini-Mais
1 Peperone
1 Zwiebel
½ Fenchel
1 Peperoncino
1 Tomate/kleine Dose gehackte Tomaten
Paprikapulver

Zum Servieren:

etwas Eisbergsalat
frische Korianderblätter
Olivenöl
Naturejoghurt
Guacamole
ev. Limettensaft
Fajita-Fladen

Mini-Mais, Peperone, Fenchel und Zwiebel in grobe Streifen schneiden, Peperoncino fein schneiden (je nach gewünschter Schärfte mit oder ohne Kerne). Falls eine frische Tomate verwendet wird, diese fein Würfeln.
In einer Bratpfanne Olivenöl erhitzen, Mini-Mais, Peperone, Zwiebel  und Fenchel anbraten, mit Paprikapulver würzen und nach ein paar Minuten den geschnittenen Peperoncino unterheben.
Wenn das Gemüse weich genug ist für den eigenen Geschmack, die Tomate/die Dose gehackte Tomaten dazugeben, gut mischen, mit Salz und Pfeffer und ev. Nochmals Paprikapulver abschmecken.

Wird eine frische Tomate verwendet, sollte etwas Flüssigkeit in Form von Wasser oder mehr Öl zugegeben werden.

Auf Fajitas servieren mit zerzupften Korianderblättern, fein geschnittenem Eisbergsalat, Naturejoghurt (oder geschnittenem Feta, oder Sauerrahm…) und Guacamole.

Die zwei besten Guacamolerezepte, die ich kenne, stammen übrigens aus dem Kochbuch „World Food Cafe“ von Chris und Carloyn Caldicott. Erschienen 2010 im Verlag Freies Geistesleben und seither immer wieder neu aufgelegt. Aber die folgen später einmal. Bis dahin kann ich auch diese Guacamole sehr empfehlen 🙂