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Caprese einmal anders

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Insalata Caprese ist das Nationalgericht der Italiener_innen, weil die Farben von (grünem) Basilikum, Mozzarella und Tomaten die Farben der italienischen Flagge wiederspiegeln. Ich liebe Caprese – ob nur mit Olivenöl (wie in Italien) oder mit Acceto Balsamico aufgemotzt. Aber manchmal, da hätte ich zwar Lust auf Tomaten, Mozzarella und Basilikum, aber der klassische Caprese hängt mir zum Hals raus. Und dafür gibts Ottolenghi (Genussvoll vegetarisch, erschienen 2011 bei Dorling Kindersley) Er kombiniert dazu nämlich Fenchelsamen, Oregano und Zitronenzesten und fertig ist die erfrischend neue Sauce. Und guuuuut ist die!

Aber auch frischer Thymian und Kräutersalz statt Fenchel und Oregano machen sich gut an diesem Salat.

(für 2)

1 Kugel Mozzarella die Buffala
4 Tomaten
1 TL Fenchelsamen (z.B. aus einem Teebeutel)
1 Zitrone
2 Hand voll frischer Basilikum
2 Zweige Oregano (oder 1-2 TL getrockneter)
2 TL Olivenöl
2 TL Rapsöl
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Salz

Büffelmozzarella in Stücke reissen. Die Fenchelsamen ohne Fett in einer Bratpfanne anrösten, grob zerstossen und in eine Schale geben. Die Schale der Zitrone dazu reiben, den Basilikum in feine Streifen schneiden, den Oregano hacken und beides ebenfalls in die Schale geben. Alles mit Oliven- und Rapsöl mischen, den Knoblauch dazupressen, mit dem Salz abschmecken. Über den Mozzarella geben und 10 Minuten marinieren.

In dieser Zeit die Tomaten schneiden, anrichten und mit etwas Olivenöl beträufeln. Mit dem Mozzarella servieren.

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Auberginen mit Koriander und Oregano

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Diese Auberginen sind ideal für die momentane Hitze – sie sind erfrischend und werden lauwarm gegessen. Das Rezept stammt aus Ottolenghis zweitem Buch „Das Kochbuch“ (erschienen 2012 bei Dorling Kindersley) und sieht die Auberginen zusammen mit Tahini als Vorspeise vor. Wir haben sie zusammen mit Zitronenreis als vollwertiges Abendessen gegessen und fanden das Tahini überflüssig, weswegen ich es hier nun weglasse.

Marinierte Auberginen
(für 2 als leichtes Abendessen)

3 kleine Auberginen
1 Peperoncini
1/2 Bund Koriander
1/2 Bund Oregano
1 Knoblauchzehe
3 EL Zitronensaft
Olivenöl
Salz & Pfeffer

Den Backofen auf 220° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Stielansatz der Auberginen kappen, dann die Auberginen in der Länge halbieren. Das untere, dicke Ende halbieren und die Hälften jeweils dritteln. Beim dünneren, oberen Ende die Hälften lediglich halbieren. So sollten ählich grosse Spalten entstehen. Diese Spalten auf einem Blech verteilen, mit Olivenöl einpinseln, salzen und pfeffern. Die Auberginen 15 Minuten im Ofen rösten.

Währenddessen die Peperoncini, die Knoblauchzehe und die Kräuter fein hacken und mit dem Zitronensaft, 4 EL Olivenöl, 1 TL Salz und etwas Pfeffer mischen.

Sind die Auberginenspalten fertig, also weich und braun, sofort die Marinade darüber verteilen und 30 Minuten ziehen lassen. Mit Zitronenreis servieren.

Polenta mit Auberginensauce

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Meine Familie besitzt seit den 80er-Jahren ein Haus im Valle di Muggio, einem Tal am Südhang des Monte Generoso, direkt an der Grenze zu Italien. Das Tal ist vorallem für den Zincarlin bekannt, ein pfeffriges „Formaggini“, das mittlerweile ein Slow Food Presidia ist. Seither wird der kleine Frischkäse ein bisschen gehypt – im Schweizer Fernsehen und in Kochblogs und -magazinen. Mit einem eigenen Rezept kann ich aber nicht dienen (meine Tante macht aber ein gutes Risotto mit frischen Brennnesseln und Zincarlin), weil ich den Zincarlin gar nicht so speziell  finde und für mich ein anderes Produkt des Tals das Highlight bildet: die rote Polenta aus der restaurierten Mühle in Bruzella.

Diese Bramata wird aus einem roten Pro Specia Rara-Mais gemahlen und schmeckt unvergleichlich aromatisch. Eine Polenta, die mehr als nur fade Stärkebeilage ist. Nachdem ich im Dorfladen meine Vorräte wieder  aufstocken konnte, gab es dann auch sofort ein spätes Abendessen auf dem Balkon des Ferienhauses. Als Sauce gabs jene, die Ottolenghi zu frischer Polenta serviert. Hat auch mit dieser getrockneten sehr gut gemundet.

(Fairerweise muss ich anfügen, dass es die rote Polenta auch aus anderen Tälern in Spezialitätenläden der Deutschschweiz gibt)

Polenta mit Auberginensauce
(für 2)

1/2 Tasse Polenta (Bramata/grob)
Salz oder Bouillon
etwas Bergkäse, gerieben

2 Tassen (vierfache Menge – ev. mehr, wenn man eine eher flüssige Polenta haben möchte) Wasser zum Kochen bringen, salzen oder mit Bouillonpulver würzen und dann die Polenta einrühren. Auf kleinem Feuer und unter stetigem rühren 45-60 Minuten köcheln lassen. Ist die Polenta gar, den Käse unterrühren und heiss servieren. Resten auf einem Brett ausstreichen, abkühlen lassen und am nächsten Tag braten.

1 mittlere Aubergine
2 TL Tomatenpüree
60 ml Weisswein
400g gehackte Tomaten aus der Dose
2 Prisen Zucker
1 EL Oregano
Salz
Olivenöl

Die Aubergine in Würfel schneiden, das Olivenöl (4-5 EL) in einer Bratpfanne erhitzen und die Auberginenwürfel eine Viertelstunde bei mittlerer Temepratur und unter rühren anbraten. Das Tomatenpüree unterrühren, mit dem Weisswein ablöschen und kurz aufkochen lassen. Die Tomaten hinein schütten, den Zucker zugeben, den Oregano hacken, in die Sauce geben, salzen und 5 Minuten köcheln lassen. Mit der Polenta servieren.

Moussaka

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Gestern haben wir im italienischen Feinkostlädchen diese dicken, runden Auberginen entdeckt. Eigentlich habe ich einmal den Tipp erhalten, dass man diese, in Scheiben geschnitten, statt den Teigblättern in eine Lasagne schichten sollte.

Allerdings wollte ich schon länger dieses Brigitte-Rezept ausprobieren und so muss die Lasagne zugunsten des Moussakas warten.
Moussaka ist, habe ich rasch nachgeschlagen, ein gratiniertes Gericht mit Auberginen und Hackfleisch und wird in Abwandlungen im gesamten Mittelmeerraum bis in den Nahen Osten hinein gekocht. Bei uns wurde vorallem die griechische Variante populär.

Und weil ich Moussaka eben mit Griechenland verbinde, fand ich den Mozzarella im Brigitte-Rezept etwas störend. Original griechisch wäre ohnehin eine Art Béchamel mit Ei verquirlt, also wieso nicht gleich ganz vom Rezept abweichen und Feta nehmen? Im Kühlschrank lag auch noch ein Beutel Rucola, der dringend gegessen werden wollte. Von Yotam Ottolenghi, der ja auch grob aus der Richtung kommt, habe ich gelernt, dass man Rucola wie Spinat kochen kann (mit traumhaftem Ergebnis, übrigens) und in einigen Moussakarezepten wird Spinat verwendet. So wurde der Rucola gleich mitverkocht.
Ausserdem habe ich die Menge Kartoffeln verkleinert (die Bikinisaison kommt bestimmt!).

So ist dieses Moussaka alles andere als original geraten – Puristen und Puristinnen dürfen es gerne einfach Auberginen-Kartoffelgratin nennen 🙂

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