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Schlagwort-Archive: Parmesan

Selleriesalat mit Schwarzen Bohnen und Parmesan

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Diesen erfrischenden Salat habe ich letzte Woche bei 101Cookbooks entdeckt und er ist wie geschaffen für dieses heisse Wetter. Weil keine Blattsalate verwendet werden, kann man den Salat prima mit ins Büro nehmen und dank Parmesan und Bohnen ist er auch nahrhaft genug dafür.

Ich hatte noch schwarze Bohnen eingeweicht, weswegen ich diese anstelle der weissen Cannellini-Bohnen verwendet habe. Ich finde, sie haben den Salat farblich interessanter gemacht, allerdings gibt es sie (zumindest hier) nicht in der Dose, was die Zubereitungszeit verlängert.

Parmesan-Sellerie-Salat
(für 1 Portion)

ca. 1/2 Stangensellerie (4-8 Stangen, je nach Grösse)
2 EL geriebener Parmesan
1 Hand voll schwarzer Bohnen, 1 Tag vorher eingeweicht
1 EL Olivenöl
Saft einer 1/2 Zitrone
einige Mandelstifte oder -blättchen
Salz

Die Bohnen in kochendem Wasser garen, bis sie weich sind.

Die Sellerieblätter, falls noch vorhanden, zur Seite legen. Die Stangen waschen und in Scheiben schneiden. Selleriescheiben, Bohnen, Parmesan, Öl, Zitronensaft und Salz gut mischen. Die Mandelstifte in einer Bratpfanne ohne Fett anrösten und zusammen mit dem gehackten Selleriegrün über den Salat geben.

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Trofie ligure

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In Ligurien wird Pesto Genovese gerne mit Pasta, Kartoffeln und grünen Bohnen gegessen. Mehr als eine Stärkebeilage zu kombinieren scheint Nordeuropäern etwas absurd und lässt Diätkönigen und -königinnen die Haare zu Berge stehen, aber eigentlich ist dies in vielen Ländern gängige Praxis. Für das bekannte ägyptische Gericht „Koushari“ wird Reis mit Teigwaren gemischt, indische Curries mit Kartoffeln werden ganz selbstverständlich mit Brot oder Reis gegessen und auch die schweizer Älplermagronen werden mit Kartoffeln (und Käsesauce!) angereichert.

Die Liguren haben jedenfalls die ideale Pasta hierfür entwickelt: die eng eingedrehten Trofie brauchen ziemlich genau gleich lang (nämlich etwa 15 Minuten) um im kochenden Salzwasser gar zu werden wie ca. 2 Zentimeter grosse Kartoffelwürfelchen. 5 Minuten später wirft man noch die grünen Bohnen in den Topf, wartet nochmals etwa 10 Minuten (die Bohnen bleiben so ziemlich knackig – wer das nicht mag, gibt sie einfach früher zu), giesst das Ganze ab und serviert sie mit Pesto Genovese.

Blumenkohl mit Tomatensauce

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Der Sommer ist zurück und damit ein sommerliches, leichtes, aber warmes Abendessen: florentinischer Blumenkohl. Warum Carlo Bernasconi, Wirt des Cucina e Libri in Zürich (wo ich unbedingt mal essen und in Kochbüchern schmöckern möchte!) und Autor der Gemüserezeptsammlung „La cucina verde“ (erschienen 2010 bei Jacoby&Stuart), das Rezept „Cavolfiore alla fiorentina“ nennt, erläutert er leider nicht weiter.

Sehr gut ist der Blumenkohl mit frischer Tomatensauce aber auch ohne Geschichte. Die frische Tomatensauce möchte ich hier übrigens noch betonen – ich glaube, bei einem so puren Gericht wie diesem, macht es eben doch einen Unterschied, ob die eingekochten Pelati aus der Dose verwendet werden, oder eine wässrigere Sauce aus frischen Tomaten gemacht wird. Ich plädiere stark für Letzteres!

Florentinischer Blumenkohl
(für 2)

1 Kopf Blumenkohl
1 grosse Fleischtomate (ca 200g)
1 kleine rote Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
1 Hand voll schwarze Oliven
1 EL Petersilie
Olivenöl
Salz, Pfeffer

dazu:
Brot
Parmesan oder Pecorino

Die Tomate kreuzweise einritzen, kurz in kochendes Wasser legen, rausnehmen, abkühlen lassen, schälen. Aufschneiden, die Kernen rausschaben und wegkippen. Dann das Fruchtfleisch grob zerkleinern.

Die Zwiebel in Ringe, den Knoblauch klein schneiden.

In einem kleinen Topf etwas Olivenöl erwärmen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten, das Tomatenfruchtfleisch hinzugeben und zugedeckt köcheln lassen.

Den Blumenkohl putzen, und als ganzes in kochendem Salzwasser sieden, bis er lind (aber noch bissfest) ist. Inzwischen die Oliven und die Petersilie grob hacken. Ist der Blumenkohl gar, die Tomatensauce mit Salz und Pfeffer würzen, die Oliven und die Petersilie untermischen, und mit dem Blumenkohl, einem Stück Parmesan oder Pecorino und etwas Brot servieren.

Pasta alla Norma

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Und weiter in der Reihe „Laura bekommt nicht genug von Auberginen…“! 🙂

Die Pasta alla Norma ist ein typisch sizilianisches Gericht mit Tomaten, Auberginen, Basilikum und, eigentlich, Ricotta. Benannt ist das Gericht nach der Oper Norma des sizilianischen Komponisten Vincenzo Bellini, die damals auf Sizilien so beliebt war, dass alles nach ihr benannt wurde, was aussergewöhnlich schön oder gut war.

Mir war die Version mit Ricotta immer zu schwer, ohne mag ich die Norma dafür umso lieber. So richtig würzig wird sie in der Herbivoracious-Version mit Oliven und vielen frischen Kräutern. Sehr zu empfehlen!

Pasta „alla Norma“ nach Herbivoracious
(für 2)

1 Aubergine
1 kleine Zwiebel
1 Zweig Rosmarin
3 Knoblauchzehen
1/2 TL Chiliflocken
10-15 gute schwarze Oliven (z.B. Kalamata)
1 grosse Tomate
1 Hand voll frischer Basilikum
1 Hand voll frische Petersilie
20g Parmesan
250g Kurze Pasta
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Tomaten würfeln, Parmesan reiben, Basilikum und Petersilie hacken und alles zur Seite stellen.

Aubergine in Würfel schneiden (wer will, gibt die Würfel jetzt in ein Sieb, salzt sie kräftig und lässt sie in der Spühle 1 Stunde abtropfen – das zieht viel Flüssigkeit raus, dennoch finde ich nicht, dass es geschmacklich viel ausmacht). Die Zwiebel hacken, die Rosmarinblättchen fein schneiden (geht am besten mit der Küchenschere).

In einer grossen Bratpfanne 2 EL Olivenöl erhitzen, Auberginenwürfel, Zwiebel und Rosmarin hineingeben und gegebenenfalls (wenn nicht schon beim abtropfen geschehen) salzen, immer wieder umrühren, so dass die Aubergine nicht anbrennt, obwohl sie alles Öl aufsaugt (nicht noch mehr nachgiessen!). Pastawasser aufsetzen.

Währenddessen die Oliven entkernen und hacken, den Knoblauch fein stifteln.

Ist die Aubergine gar, alles zur Seite schieben und kurz (!) in wenig zusätzlichem Olivenöl den Knoblauch und die Chiliflocken andünsten. Sofort zusammen mit den Oliven unter die Auberginen mischen.

Ist die Pasta al dente, eine halbe Tasse Pastawasser abschöpfen, die Pasta abgiessen und zusammen mit der Auberginenmischung zurück in den Topf geben. Das abgeschöpfte Pastawasser, die Tomatenwürfel und den geriebenen Parmesan unterheben. Auf Teller verteilen und Basilikum und Petersilie darüber streuen.

Italienischer Pastasalat

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Als Vegi sind mir die Beilagen beim Grillieren wichtiger als Anderen. Zwar bereite ich mir jeweils etwas Vegetarisches für auf den Grill vor, aber das sättigt einfach nicht gleich, wie das Fleisch vermutlich tun würde.

Nachdem ich vor ein paar Jahren zuhause ausgezogen bin, wollte ich einen klassischen Teigwarensalat machen, der so gut war, wie jener meiner Mutter. Allerdings musste ich schnell einsehen, dass ich ihren nicht würde toppen können und bin dann auf eine Alternative ausgewichen – ich hab einen eigenen, eher italienisch inspirierten Pastasalat kreiert und für diesen dann endlich auch Komplimente einheimsen können 🙂

Pastasalat
(als Beilage für ca. 6 Personen)

500g kurze Pasta (z.B. Penne)
100g Rucola
1 Hand voll Basilikumblätter
300-400g Datterini-Tomaten
100g Parmesan
2 Hände voll Pinienkerne
Olivenöl
Acceto Balsamico
etwas Balsamicoreduktion
grobes Salz
Pfeffer

Pasta kochen, wenn sie al dente ist, abgiessen und mit kaltem Wasser abschrecken.

Rucola und Basilikum waschen, grob hacken/in der Salatschüssel mit der Küchenschere zerkleinern. Die Tomaten längs vierteln (halbiert man sie nur, bleiben gerne die Pinienkerne darin hängen), den Parmesan in mehr oder minder kleine Stücke schneiden (oder brechen). Alles (inkl. Pasta) in die Schüssel zum Rucola geben. Die Pinienkerne in einer Bratpfanne ohne Öl anrösten und ebenfalls in die Schüssel geben. Salzen und kräftig pfeffern, ca. 4-5 EL Olivenöl und ca. 3 EL Acceto Balsamico und einen Spritzer Balsamicoreduktion zugeben, gut mischen und kühlstellen, bis man den Salat serviert. Vor dem servieren nochmals mischen und allenfalls noch Öl und Essig nachgiessen – die Pasta saugt ziemlich viel Flüssigkeit auf.

Spaghetti mit Rucola, Peperoncino und Zitrone

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Sehr, sehr unsaisonal, aber eben auch sehr, sehr gut sind diese Spaghetti. Zum ersten Mal serviert habe ich sie an jenem Essen, bei dem die Mutter meines Freundes meine Eltern kennen gelernt hat. Ein Wagnis, das ich heute nicht mehr eingehen würde, aber zum Glück ging alles gut und die Spaghetti sind zum Familienklassiker geworden.

Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Cook it vegetarisch“, erschienen 2008 bei Dorling Kindersley, das ich seiner vielen Pastagerichte wegen sehr mochte, als ich frisch von zuhause ausgezogen bin. Damals hab ich mich quasi von Pasta ernährt…

Spaghetti mit Zitrone und Rucola
(für 2 Personen)

200g Spaghetti
100g Rucola
1 TL abgeriebene Zitronenschale
1 Knoblauchzehe
1 kleiner, roter Peperoncino
1 TL Chiliöl
3 EL Olivenöl
60g Parmesan
Salz

Die Spaghetti al dente kochen. In der Zwischenzeit:

Den Rucola waschen und klein schneiden. Immer wenn ich Rucola „in Streifen schneiden“ soll, kommt meine faule Ader durch. Dann werfe ich den gewaschenen, abgetropften Rucola einfach in eine Schüssel und schneide einige Minuten lang mit der Küchenschere darin herum. Voilà – klein ist er jetzt auch 😀

In die selbe Schüssel die abgeriebene Zitronenschale geben, die Knoblauchzehe hineinpressen, den Peperoncino entkernen, kleinschneiden und ebenfalls in die Schüssel geben. Den Grossteil des Parmesans dazureiben und das Öl untermischen. Mit Salz abschmecken.

Die Spaghetti abschütten und ebenfalls in die Schüssel geben. Alles sehr gut mischen, auf Teller verteilen und mit dem restlichen Parmesan bestreuen. Buon appetito!

Klassisches Pesto

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Dieses Pesto genovese ist die Hommage an meine Nonna schlechthin. Sie hat es meiner Mutter beigebracht und diese dann mir. Ohne jemals irgendwas aufgeschrieben zu haben. Weil „mein“ Pesto immer beliebter wird, habe ich mir die ungefähren Mengenangaben aufgeschrieben.

Ich bin mit diesem Pesto gross geworden und kann Pesto aus dem Glas in der Regel nicht essen. Es wird meist mit getrocknetem Basilikum gemacht, dieser bleibt dann hart und die cremige Konsistenz des Pestos ist dahin. Apropos „cremig“: Ein Pesto darf keinesfalls flüssig sein, sondern soll die Konsistenz einer Paste haben.

Wichtig ist ausserdem, dass die Zutaten wirklich gut sind. Basilikum ist am aromatischsten, wenn er noch keine Blüte gebildet hat und nicht gewaschen wird. Gerade letzteres bringe ich aber  nur selten über mich. Von geriebenem Parmesan  in der Tüte halte ich nichts. Er schmeckt weniger würzig, ist trocken und schimmelt viel schneller. Deswegen reibe ich ihn frisch. Nonna allerdings hat jeweils den aus der Tüte genommen 😉

Oft liest man, für diese Art Pesto sollten die Pinienkerne geröstet werden. Ich habs probiert und absolut keinen Unterschied bemerkt. Deswegen halte ich mich jetzt wieder voll an Nonna und lasse unnötige Arbeitsschritte weg.

Pesto genovese für 3-4 Personen

4 Bund Basilikum
3-4 EL Olivenöl
ca 30 Gramm Parmesan
3-4 handvoll Pinienkerne
1 grosse Knoblauchzehe
Salz
Basilikum in der Küchenmaschine klein hacken (ursprünglich wurden Mörser verwendet – eine irre Arbeit!), Pinienkerne ebenfalls  hacken (ich mags eher grob) und mit dem Basilikum mischen. Knoblauch dazupressen, salzen, Olivenöl dazugeben, den Parmesan dazureiben. Alles mischen, mit Salz und Olivenöl abschmecken (und ev. auch dann nochmals einen Knoblauch dazupressen/ein paar Pinienkerne unterrühren).

Kurz bevor das Pesto serviert wird: 1 EL heisses Pastawasser unterrühren.

 

Mit Pasta nach Wahl servieren. Idealerweise wird dazu die Pasta und das Pesto vermengt und erst dann angerichtet. Das Pesto hält sich, wenn man es mit Öl „luftdicht“ übergiesst, ein bis maximal zwei Wochen im Kühlschrank.