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Schlagwort-Archive: Pinienkerne

Trofie ligure

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In Ligurien wird Pesto Genovese gerne mit Pasta, Kartoffeln und grünen Bohnen gegessen. Mehr als eine Stärkebeilage zu kombinieren scheint Nordeuropäern etwas absurd und lässt Diätkönigen und -königinnen die Haare zu Berge stehen, aber eigentlich ist dies in vielen Ländern gängige Praxis. Für das bekannte ägyptische Gericht „Koushari“ wird Reis mit Teigwaren gemischt, indische Curries mit Kartoffeln werden ganz selbstverständlich mit Brot oder Reis gegessen und auch die schweizer Älplermagronen werden mit Kartoffeln (und Käsesauce!) angereichert.

Die Liguren haben jedenfalls die ideale Pasta hierfür entwickelt: die eng eingedrehten Trofie brauchen ziemlich genau gleich lang (nämlich etwa 15 Minuten) um im kochenden Salzwasser gar zu werden wie ca. 2 Zentimeter grosse Kartoffelwürfelchen. 5 Minuten später wirft man noch die grünen Bohnen in den Topf, wartet nochmals etwa 10 Minuten (die Bohnen bleiben so ziemlich knackig – wer das nicht mag, gibt sie einfach früher zu), giesst das Ganze ab und serviert sie mit Pesto Genovese.

Italienischer Pastasalat

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Als Vegi sind mir die Beilagen beim Grillieren wichtiger als Anderen. Zwar bereite ich mir jeweils etwas Vegetarisches für auf den Grill vor, aber das sättigt einfach nicht gleich, wie das Fleisch vermutlich tun würde.

Nachdem ich vor ein paar Jahren zuhause ausgezogen bin, wollte ich einen klassischen Teigwarensalat machen, der so gut war, wie jener meiner Mutter. Allerdings musste ich schnell einsehen, dass ich ihren nicht würde toppen können und bin dann auf eine Alternative ausgewichen – ich hab einen eigenen, eher italienisch inspirierten Pastasalat kreiert und für diesen dann endlich auch Komplimente einheimsen können 🙂

Pastasalat
(als Beilage für ca. 6 Personen)

500g kurze Pasta (z.B. Penne)
100g Rucola
1 Hand voll Basilikumblätter
300-400g Datterini-Tomaten
100g Parmesan
2 Hände voll Pinienkerne
Olivenöl
Acceto Balsamico
etwas Balsamicoreduktion
grobes Salz
Pfeffer

Pasta kochen, wenn sie al dente ist, abgiessen und mit kaltem Wasser abschrecken.

Rucola und Basilikum waschen, grob hacken/in der Salatschüssel mit der Küchenschere zerkleinern. Die Tomaten längs vierteln (halbiert man sie nur, bleiben gerne die Pinienkerne darin hängen), den Parmesan in mehr oder minder kleine Stücke schneiden (oder brechen). Alles (inkl. Pasta) in die Schüssel zum Rucola geben. Die Pinienkerne in einer Bratpfanne ohne Öl anrösten und ebenfalls in die Schüssel geben. Salzen und kräftig pfeffern, ca. 4-5 EL Olivenöl und ca. 3 EL Acceto Balsamico und einen Spritzer Balsamicoreduktion zugeben, gut mischen und kühlstellen, bis man den Salat serviert. Vor dem servieren nochmals mischen und allenfalls noch Öl und Essig nachgiessen – die Pasta saugt ziemlich viel Flüssigkeit auf.

Klassisches Pesto

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Dieses Pesto genovese ist die Hommage an meine Nonna schlechthin. Sie hat es meiner Mutter beigebracht und diese dann mir. Ohne jemals irgendwas aufgeschrieben zu haben. Weil „mein“ Pesto immer beliebter wird, habe ich mir die ungefähren Mengenangaben aufgeschrieben.

Ich bin mit diesem Pesto gross geworden und kann Pesto aus dem Glas in der Regel nicht essen. Es wird meist mit getrocknetem Basilikum gemacht, dieser bleibt dann hart und die cremige Konsistenz des Pestos ist dahin. Apropos „cremig“: Ein Pesto darf keinesfalls flüssig sein, sondern soll die Konsistenz einer Paste haben.

Wichtig ist ausserdem, dass die Zutaten wirklich gut sind. Basilikum ist am aromatischsten, wenn er noch keine Blüte gebildet hat und nicht gewaschen wird. Gerade letzteres bringe ich aber  nur selten über mich. Von geriebenem Parmesan  in der Tüte halte ich nichts. Er schmeckt weniger würzig, ist trocken und schimmelt viel schneller. Deswegen reibe ich ihn frisch. Nonna allerdings hat jeweils den aus der Tüte genommen 😉

Oft liest man, für diese Art Pesto sollten die Pinienkerne geröstet werden. Ich habs probiert und absolut keinen Unterschied bemerkt. Deswegen halte ich mich jetzt wieder voll an Nonna und lasse unnötige Arbeitsschritte weg.

Pesto genovese für 3-4 Personen

4 Bund Basilikum
3-4 EL Olivenöl
ca 30 Gramm Parmesan
3-4 handvoll Pinienkerne
1 grosse Knoblauchzehe
Salz
Basilikum in der Küchenmaschine klein hacken (ursprünglich wurden Mörser verwendet – eine irre Arbeit!), Pinienkerne ebenfalls  hacken (ich mags eher grob) und mit dem Basilikum mischen. Knoblauch dazupressen, salzen, Olivenöl dazugeben, den Parmesan dazureiben. Alles mischen, mit Salz und Olivenöl abschmecken (und ev. auch dann nochmals einen Knoblauch dazupressen/ein paar Pinienkerne unterrühren).

Kurz bevor das Pesto serviert wird: 1 EL heisses Pastawasser unterrühren.

 

Mit Pasta nach Wahl servieren. Idealerweise wird dazu die Pasta und das Pesto vermengt und erst dann angerichtet. Das Pesto hält sich, wenn man es mit Öl „luftdicht“ übergiesst, ein bis maximal zwei Wochen im Kühlschrank.