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Polenta mit Auberginensauce

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Meine Familie besitzt seit den 80er-Jahren ein Haus im Valle di Muggio, einem Tal am Südhang des Monte Generoso, direkt an der Grenze zu Italien. Das Tal ist vorallem für den Zincarlin bekannt, ein pfeffriges „Formaggini“, das mittlerweile ein Slow Food Presidia ist. Seither wird der kleine Frischkäse ein bisschen gehypt – im Schweizer Fernsehen und in Kochblogs und -magazinen. Mit einem eigenen Rezept kann ich aber nicht dienen (meine Tante macht aber ein gutes Risotto mit frischen Brennnesseln und Zincarlin), weil ich den Zincarlin gar nicht so speziell  finde und für mich ein anderes Produkt des Tals das Highlight bildet: die rote Polenta aus der restaurierten Mühle in Bruzella.

Diese Bramata wird aus einem roten Pro Specia Rara-Mais gemahlen und schmeckt unvergleichlich aromatisch. Eine Polenta, die mehr als nur fade Stärkebeilage ist. Nachdem ich im Dorfladen meine Vorräte wieder  aufstocken konnte, gab es dann auch sofort ein spätes Abendessen auf dem Balkon des Ferienhauses. Als Sauce gabs jene, die Ottolenghi zu frischer Polenta serviert. Hat auch mit dieser getrockneten sehr gut gemundet.

(Fairerweise muss ich anfügen, dass es die rote Polenta auch aus anderen Tälern in Spezialitätenläden der Deutschschweiz gibt)

Polenta mit Auberginensauce
(für 2)

1/2 Tasse Polenta (Bramata/grob)
Salz oder Bouillon
etwas Bergkäse, gerieben

2 Tassen (vierfache Menge – ev. mehr, wenn man eine eher flüssige Polenta haben möchte) Wasser zum Kochen bringen, salzen oder mit Bouillonpulver würzen und dann die Polenta einrühren. Auf kleinem Feuer und unter stetigem rühren 45-60 Minuten köcheln lassen. Ist die Polenta gar, den Käse unterrühren und heiss servieren. Resten auf einem Brett ausstreichen, abkühlen lassen und am nächsten Tag braten.

1 mittlere Aubergine
2 TL Tomatenpüree
60 ml Weisswein
400g gehackte Tomaten aus der Dose
2 Prisen Zucker
1 EL Oregano
Salz
Olivenöl

Die Aubergine in Würfel schneiden, das Olivenöl (4-5 EL) in einer Bratpfanne erhitzen und die Auberginenwürfel eine Viertelstunde bei mittlerer Temepratur und unter rühren anbraten. Das Tomatenpüree unterrühren, mit dem Weisswein ablöschen und kurz aufkochen lassen. Die Tomaten hinein schütten, den Zucker zugeben, den Oregano hacken, in die Sauce geben, salzen und 5 Minuten köcheln lassen. Mit der Polenta servieren.

Gefüllte Zucchettiblüten auf Polenta

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Zucchettiblüten! Als Gemüse! Wie dekadent! Wie märchenhaft! Wie verlockend! Ich habe sowas zwar nie gegessen, aber schon ein paar Mal davon gehört und wollte spätestens seit einer Kochsendung auf Arte unbedingt auch mal sowas schönes kochen. Riesig also meine Freude, als ich zufällig vor zwei Wochen auf diese Blüten gestossen bin. Sofort gekauft und zuhause erst gegoogelt, was ich damit jetzt anstellen könnte. Meinen Blüten fehlte leider die Zucchetti, weswegen ein paar Gerichte wegfielen. Am Ende gab es dann mit Ricotta gefüllte Zuchettiblüten auf Polenta mit Tomatensauce.

Weil zwar Tomatensauce ganz prima zu den Zucchettiblüten und zu Polenta passt, die eher grobe, typische tessinerische Polenta, die ich verwendet habe, jedoch nicht recht zu den zarten Blüten passen wollte, gibts beim nächsten Mal eine weisse Polenta dazu. Falls es ein nächstes Mal geben sollte. Ein bisschen aufwändig wars nämlich schon. Und während mir die abgewandelte Füllung ganz prima geschmeckt hat, fand ich die feine bittere Note der Blüten selbst nicht wirklich prickelnd. Aber schöns hats ausgesehen!

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