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Schlagwort-Archive: Rahm

Falsche Carbonara

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Letzte Woche war meine Laune tagelang so grottenschlecht, dass sogar ich schmunzeln musste. In solchen Situationen hilft, das habe ich in meinen 25 Jahren schon gelernt, einzig eine grosse Schüssel Pasta. Mit Rahm. Sowas wie diese falsche, weil eifreie, Pasta Carbonara.

Ironischerweise wurde dieses Rezept ursprünglich von Herbivoracious‘ Rezept für eine richtige Carbonara mit Ei, wie man sie heute kaum noch isst, inspiriert. Aber kurz bevor die Eier zum Zug gekommen wären, fand ich das dann doch irgendwie abstossend (ich bin kein Freund von Eiern) und ich hab doch lieber den immer vorrätigen Soja-Rahm genommen. Das Essen kam trotzdem gut an und gibt’s seither ab und zu, wenn auch eher selten. Was aber eher den Kalorien als dem Geschmack geschuldet ist. Ein Rezept also, ganz nach Nonnas Geschmack 😉

Falsche Spaghetti Carbonara
(für 2)

2 Knoblauchzehen
1/2 Peperoncino
1 gute Hand voll Pinienkerne
2dl Soja Cusine oder Saucenhalbrahm
Olivenöl
3-4 EL gehackte Petersilie
Pfeffer, Salz

Spaghetti kochen

Pinienkerne ohne Öl anrösten.

Knoblauchzehen und Peperoncino hacken, im Olivenöl langsam (auf niedriger Stufe) anbraten, mit Rahm ablöschen. Salzen und Pfeffern, die Pinienkerne und die Petersilie untermischen.

Mit gekochten, abgetropften Spaghetti mischen und sofort servieren. Wer mag, reibt etwas Parmesan darüber.

Verliebt, Verlobt, Verheiratet: Scones

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Meine Liebe zu Scones ist eng verknüpft mit meiner Liebe zu Irland. Letztere hat in schon in meiner Kindheit begonnen, nämlich ungefähr nach der zwanzigsten Frage, ob ich, meiner roten Haare wegen, aus Irland käme. Dann war da noch ein Sänger namens Paddy Kelly und die Faszination Irland war geboren. Und als ich dann endlich in Irland stand, wars um mich geschehen.

Etwa zwei Wochen später ass ich zum ersten Mal Scones mit Clotted Cream und Strawberry Jam im Tearoom von Bantry House. Zusammen mit dem Schwarztee, den ich ebenfalls während dieses ersten Irlandaufenthalts zu trinken begonnen habe, sind Scones seither meine liebste Art, mich von der Welt zurück zu ziehen und einen Moment Ruhe zu geniessen.

„Mein“ Sconesrezept stammt allerdings nicht aus Irland, sondern von delicious days, wobei ich Weinbeeren und Cranberries weglasse. Ich mag sie lieber pur, dafür mit Clotted Cream (welche ich normalerweise mit Schlagrahm ersetze) und Erdbeerkonfitüre.

Ein Korb voller Scones Lies den Rest dieses Beitrags

Morchelsauce mit Tofu

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Wir sind heute von einer Woche Ferien zurück gekommen. Nach der langen Fahrt aus dem Südtessin in den kühlen, verregneten Norden waren wir hungrig und ein währschaftes Gericht aus unseren Vorräten musste her. Im Kühlschrank fand sich noch Tofu, im Küchenschrank getrocknete Morcheln und pflanzlicher Rahmersatz, im Tiefkühlfach Erbsen und Reis ist eh immer da.

Morchelsauce mit Tofu
(für 2 ausgehungerte Reisende)

200g Tofu
20g getrocknete Morcheln
1 Schalotte
2 dl SojaCusine oder Doppelrahm
150ml Marsala
1 TL Zitronensaft
Sonnenblumenöl
(1 Prise Zucker)
Salz, Pfeffer

Die Pilze in warmem Wasser einweichen (ca. 15 Minuten), den Tofu würfeln, die Schalotte hacken. Den Tofu im Öl rundum kross anbraten, dann die Schalotte zugeben und kurz andünsten. Das Pilzwasser abschütten und die Pilze ebenfalls 1-2 Minuten andünsten. Dann mit dem Marsala ablöschen. Die Flüssigkeit auf einen Drittel reduzieren. Dann den Rahm(ersatz) zugeben und, falls es Ersatz sein sollte, die Prise Zucker einrühren. Die Sauce nach Geschmack eindicken lassen, dann mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Mit Reis und Erbsen servieren.

Allerbeste Pasta al Limone

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Durch Maria EliasDie neue vegetarische Küche“ (erschienen 2010 bei Bassermann) hab ich mich in den letzten 2 Jahren beinahe durchgekocht. Es war also nur eine Frage der Zeit, wann ich auf die aller, aller, allerbeste Zitronenpasta stossen würde. Es ist Liebe. Ehrlich.

Wichtig am Rezept ist der Geschmack (klar), das frische, grüne Gemüse und wie fix das Ganze geht. Welches Gemüse mensch letztendlich verwendet ist durchaus Geschmacksache. Dieses Mal waren es bei mir grüne Spargeln, Erbsen und Zucchetti. Wobei ich gerade bei diesem Rezept nicht finde, dass die Spargeln da wahnsinnig viel ausmachen. Der Star ist eh die Sauce.

Tagliatelle al Limone
(für 2)

150g Vollrahm
1 unbehandelte Zitrone
500g grüne Spargeln
1 Zucchetti
200g Tagliatelle oder Spaghetti
150g TK Erbsen (oder 450g frische, gepalt)
2 EL Mascarpone
40g Parmesan
1 Hand voll frischer Basilikum
Salz und Pfeffer

Pastawasser aufsetzen.

Spargeln putzen, die holzigen Enden abbrechen und in 3 cm lange Stücke schneiden. Dabei die Spitzen zur Seite legen. Zucchetti in Scheiben schneiden.

Zitronenschale abreiben. In einem kleinen Topf Rahm und Zitronenschale aufkochen und 3 Min. köcheln lassen. Zitrone auspressen.

3 Minuten bevor die Pasta al dente wäre, das Gemüse (ausser die Spargelspitzen) zur Pasta geben und mitkochen. 1 Minute vor Schluss noch die Spargelspitzen nachkippen. 5o ml Pastawasser abschöpfen, dann abgiessen und Gemüse und Pasta zur Seite stellen.
Die Rahmmischung, das Kochwasser, den Zitronensaft und den Mascarpone in den grossen Topf geben, verrühren und erhitzen. Pasta/Gemüse zugeben, Parmesan dazureiben, salzen, pfeffern und den Basilikum unterrühren. Sofort servieren.

Gemüse-Spaghetti

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Obwohl ich mit Pasta aller Art aufgewachsen bin, gab es in  meiner Familie nie eine Mischung aus Pasta, Gemüse und Sauce. Zwar weiss ich mittlerweile von meiner Tante, dass sie Pesto mit Trofie, Kartoffeln und grünen Bohnen serviert (wie es in Ligurien üblich ist), aber mein „Pasta geht auch gesünder“-Erweckungserlebnis hatte ich unabhängig davon irgendwann zwischen zwei Kochbuchseiten.

Dieses Rezept für Gemüsespaghetti mit Thymian-Rahmsauce habe ich unlängst in der Rezeptdatenbank von Brigitte.de entdeckt. Da ich es beinahe unverändert nachgekocht habe, tippe ich es nicht nochmals ab. Einzig zwei Hinweise: man spart sich einen Topf, wenn man die gestiftelte Kohlrabi einfach die letzten 3 Minuten mit der Pasta mitkocht und zusammen abgiesst. Und mit Soja Cusine hat das Rezept ganz wunderbar geschmeckt, es ginge also auch vegan und etwas leichter.

Zitronentofu mit Reis und gebratenem Fenchel

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Dieses Rezept für Tofu in Zitronenrahmsauce hatte mir Tofu erstmals näher gebracht. Einige Zeit später war es auch dieses Rezept, in dem ich erstmals Soja Cuisine als Rahmersatz verwendet habe. Zu meiner grossen Überraschung gab es keinerlei Unterschied. Das alles ist Jahre her und seither habe ich diesen Tofu wieder und wieder gekocht, mit immer gleichbleibender Begeisterung.

Vor einigen Monaten ist dann noch der gebratene Fenchel dazugestossen. Für eine Zitronenliebhaberin wie mich eine Traumkombi. Woher die Idee dazu kam, weiss ich nicht mehr.

Tofu in Zitronenrahmsauce mit Reis und zitronigem Fenchel
(für 2-3 Personen)

Für den Fenchel:
2 Fenchel
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
Saft 1/2 Zitrone
Salz & Pfeffer
eine Hand voll Cherrytomaten

Fenchel putzen und in Streifen schneiden. Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen, Knoblauch hineinpressen und den Fenchel dazugeben. Auf mittlerer Stufe anbraten, bis der Fenchel gebräunt ist. Dann mit Zitronensaft ablöschen und köcheln lassen, bis der Fenchel gar ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz vor dem Servieren einige Cherrytomatenhälften unterheben.

Für den Tofu:
250g Tofu
2 EL Sojasauce
1 EL Olivenöl
1 Zitrone
2 dl Soja Cuisine oder Rahm
1/2 TL Bouillonpulver
Salz & Pfeffer
einige Blätter Basilikum

Reis

Tofu aus der Packung nehmen. Falls er in Flüssigkeit gelagert wurde, in Küchenkrep einwickeln und vorsichtig ausdrücken. Dann in Würfel schneiden und in einer Schüssel für 10 Minuten mit der Sojasauce marinieren. In einer Bratpfanne das Olivenöl erhitzen, dann den abgetropften Tofu dazugeben und auf jeder Seite scharf anbraten.
Währenddessen die Schale der Zitrone abreiben und die Zitrone auspressen. Ist der Tofu angebraten, mit dem Zitronensaft ablöschen, die Schale untermischen und das Soja Cuisine dazugeben. Mit dem Bouillonpulver würzen. Etwas einköcheln lassen, mit Pfeffer und eventuell Salz abschmecken. Die Basilikumblätter zerreissen und unter die Sauce mischen.

Sofort mit Reis und dem Fenchel servieren.