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Schlagwort-Archive: Zwiebeln

Herbstsalat und Winterschlaf

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Einfach pur bin ich kein Fan von Feigen. Vielleicht bin ich eine Banausin, aber ich finde sie einfach nicht so spektakulär, wie andere sie zu finden scheinen. Aber ganz klar sind blaue Feigen extrem dekorativ und in einem Salat sind sie einfach eine Wucht! Besonders genial finde ich Ottolenghis (Dorling Kindersley, 2011) Variante mit Granatapfelsirup. Dieser ist etwas schwer zu bekommen, aber im türkischen Lebensmittellädchen bin ich unter dem Namen „Nar Eksili Sos“/“Granatapfelsauce“ fündig geworden und es lohnt sich sehr!

Dieser Salat ist eines meiner absoluten Lieblingsrezepte für den Herbst. Und mit diesem verabschiede ich mich für diess Jahr; Ich reise die nächsten 2 Monate durch Südostasien und werde mich in dieser Zeit in Strassenküchen und Restaurants verköstigen. Also nichts mit kochen und daher auch nichts mit bloggen Ich wünsche euch alles Gute, kommt gut durch den Herbst und bis nächstes Jahr!

Rucolasalat mit Feigen, Ziegenkäse und Granatapfeldressing
(für 2)

50g Rucola
50g roten Schnittsalat
einige EL Ziegenfrischkäse
6-8 blaue Feigen
1 Schalotte
1 TL Senf
2 TL Granatapfelsirup
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Rucola und Schnittsalat waschen und mischen. Auf zwei Tellern anrichten. Die Feigen waschen, den harten Stiel abschneiden und vierteln. Zusammen mit kleinen Stücken Ziegenkäse auf dem Salat verteilen.

Die Schalotte hacken und mit Senf, Granatapfelsirup, Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen. Über den Salat geben und geniessen.

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Lauch-Apfelsuppige Hommage an die Kindheit

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Andere Kinder wünschten sich als Geburtstagsmenü Spaghetti, Pizza oder Hamburger. Ich wollte immer Riz Casimir. Wenn ich Glück hatte, gab es das Gericht mit frischen Früchten, statt mit Obstsalat aus der Dose. Seit ich allerdings selbst koche, esse ich nur noch selten Riz Casimir; authentischere Curries haben das 50er-Jahre-Gericht verdrängt.

Aber heute musste ich spontan an mein altes Lieblingsessen denken. Dann nämlich, als ich die Reste einer sehr guten Lauch-Apfelsuppe gelöffelt habe. Die Verbindung von zwiebelig-heimeligem Lauch, Currypulver und süsslichem Apfel schmeckt total danach! Allerdings wurde das erst jetzt, nachdem die Aromen zwei Tage durchziehen konnten, so richtig offensichtlich. Ein prima Suppe zum Vorbereiten, also. Schmeckt aber natürlich auch frisch.

Das ursprüngliche Rezept stammt aus der (aktuellen) 5/2012-Ausgabe von „Köstlich Vegetarisch“.

Lauch-Apfelsuppe
(für 3)

1 Zwiebel
500g Lauch (geputzt)
1 säuerlicher Apfel
500 ml Gemüsebouillon
1 TL Currypulver
1 Lorbeeerblatt
1 TL Muskatnusspulver
frische Petersilie
Olivenöl
Rahm oder Sojacuisine
1 EL Butter/Margarine
Salz, Pfeffer

Den Lauch in Ringe schneiden, die Zwiebel grob hacken. In einem grossen Topf das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln mit dem Lorbeerblatt darin andünsten.

Einige Lauchringe beiseite legen, den Rest zu den Zwiebeln geben und mitdünsten, bis der Lauch zusammenfällt. Currypulver untermischen und mit der Gemüsebouillon ablöschen (oder mit Wasser und wenn das kocht, das Bouillonpulver zugeben) und ca 10 Minuten köcheln lassen.

Zwischenzeitlich den Apfel entkernen und in 2-cm-Stücke schneiden. Nach 10 Minuten zum Lauch geben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Topf vom Herd nehmen, Lorbeerblatt herausfischen und die Suppe pürieren. Mit Muskatpulver, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die übrigen Lauchringe in der Butter oder Margarine anbraten, die Petersilie grob hacken. Etwas Rahm oder Sojacuisine unter die Suppe ziehen und mit Lauchringen und Petersilie garniert servieren.

Linsen-Taboulé

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Taboulé ist ein Petersiliensalat aus dem Libanon, ist aber im ganzen orientalischen Raum beliebt und gehört zu jeder Mezzeplatte.

Lange habe ich die in unseren Breitengraden übliche Form des Taboulés zubereitet: viel Couscous oder Bulgur und etwas Tomate, Gurke und Petersilie. Mittlerweile liebe ich aber die Frische der vielen Petersilie vermischt mit Zitronensaft und Minze. Seit kurzem besitze ich ein Wiegemesser und damit wird es viel bequemer, ganze Berge von Petersilie klein zu hacken. Und so gabs heute für mich endlich eine riesen Schüssel selbstgemachtes Taboulé.

Zwei meiner Kochbücher, Veggiestan von Sally Butcher und Maria Elias neue vegetarische Küche verweisen auf Anissa Helou, was die Taboulézubereitung angeht. Und die scheint ihr Handwerk zu beherrschen: Maria Elias Version des Taboulés mit Linsen statt Bulgur (aber gleich gewürzt wie bei Sally Butcher) gehört zu den besten, die ich je gegessen habe!

Maria Elia fügt ihrem Salat noch Feta zu – das finde ich aber unnötig, die Linsen bieten ja genug Proteine.

 

Linsen-Taboulé
(für 2)

80g glatte Petersilie
1 Hand voll Pefferminze
1 Tomate
2-3 Hand voll de Puy-Linsen
1 kleine Zwiebel
Saft einer 1/2 Zitrone
Zimt
Piment
Salz
Olivenöl

Die Linsen in einem kleinen Topf mit kaltem Wasser übergiessen und in ca. 30 Minuten weichkochen.

Die dicksten Stängel der Petersilie wegwerfen, den Rest spülen und zusammen mit der Minze hacken. Die Tomaten in kleine Würfel, die Zwiebel in Ringe schneiden.

Linsen, Kräuter, Tomate und Zwiebel in einer Schüssel mischen, mit je einem 1/2 TL Zimt und Piment und etwas Salz mischen und mit Zitronensaft und Olivenöl abschmecken.

Sommerliche Sommerrollen

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In Vietnam werden die bekannten chinesischen Frühlingsrollen ebenfalls gegessen, häufig aber roh und nicht frittiert. Diese „rohen Frühlingsrollen“ werden Sommerrollen genannt. In diesem Fall werden europäische Sommerzutaten in die Sommerrollen eingewickelt – Sommerrollen kann hier also zweideutig verstanden werden.

Ich bin eigentlich kein grosser Fan von Fusion Kitchen. Wenn eine Küchekultur Zutaten seit Jahrhunderten so und nicht anders zubereitet, dann wird das schon seinen Grund haben. Aber gewisse Dinge erobern sogar mein Herz.

Diese Sommerrollen stammen aus dem Kochbuch von Alice Hart (erschienen 2011 bei Dorling Kindersley). Ich habe sie bereits zweimal Gästen vorgesetzt und beide Male gabs viel Überraschung aber auch viel Lob. Und das sogar von meiner Grossmutter – die Rollen sind also durchaus mehrheitsfähig.

Falls nun eine_r von euch die Sommerrollen ausprobieren möchte, sich aber nicht recht getraut: ich habe zwei furchtbar linke Hände und war wirklich unsicher, ob ich so etwas kann. Sie sind jedoch überraschend einfach und schnell gemacht. Die Tomatensauce kann sehr gut 1-2 Tage im Voraus gemacht und im Kühlschrank aufbewahrt werden und auch die Sommerrollen lassen sich einige Stunden im Voraus zubereiten und auf einem feuchten Teller, abgedeckt mit einem ebenfalls feuchten Küchentuch im Kühlschrank aufbewahren. Also nur Mut!

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Avocado-Tomatensalat an Limettensauce

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Die erfrischende Limettensauce gehört eigentlich zu einem ganz anderen Salat und stammt aus Alice Harts Kochbuch „Gemüse satt“ (erschienen 2011 bei Dorling Kindersley). Das ursprüngliche Rezept kombiniert farbschön Cicorino Rosso mit Avocado und Limetten-Tortilla-Stückchen (wozu einige Tortillas mit der Limettenmarinade bestrichen und dann kurz angebraten werden). Leider mag ich Chicoree gar nicht – egal ob weiss oder rot, die Sauce fand ich dafür umso besser, weswegen ich den Salat abgwandelt habe. Der Mozzarella im Bild ist optional – künftig würde ich ihn eher weglassen, weil er das Gericht nicht wirklich aufwertet.

(für 2 Personen als Abendessen)

2 Knoblauchzehen
2 Limetten
1 rote Zwiebel
2-3 Avocados
2-3 Tomaten
(1 Kugel Mozzarella)
wenig Koriander
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Die Schale der Limetten abreiben, dann die Limetten auspressen. Zwiebel in Ringe schneiden, mit dem Limettensaft übergiessen und 10 Minuten stehen lassen.

Avocados(, Mozzarella) und Tomaten würfeln. Knoblauch durchpressen, Korianderblättchen zupfen und zusammen mit Salz, Pfeffer und Olivenöl zur Zwiebel geben. So das Dressing anrühren, über die Avocado- und Tomatenwürfel geben und sofort mit Brot (im Bild: Focaccia) servieren.

Morchelsauce mit Tofu

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Wir sind heute von einer Woche Ferien zurück gekommen. Nach der langen Fahrt aus dem Südtessin in den kühlen, verregneten Norden waren wir hungrig und ein währschaftes Gericht aus unseren Vorräten musste her. Im Kühlschrank fand sich noch Tofu, im Küchenschrank getrocknete Morcheln und pflanzlicher Rahmersatz, im Tiefkühlfach Erbsen und Reis ist eh immer da.

Morchelsauce mit Tofu
(für 2 ausgehungerte Reisende)

200g Tofu
20g getrocknete Morcheln
1 Schalotte
2 dl SojaCusine oder Doppelrahm
150ml Marsala
1 TL Zitronensaft
Sonnenblumenöl
(1 Prise Zucker)
Salz, Pfeffer

Die Pilze in warmem Wasser einweichen (ca. 15 Minuten), den Tofu würfeln, die Schalotte hacken. Den Tofu im Öl rundum kross anbraten, dann die Schalotte zugeben und kurz andünsten. Das Pilzwasser abschütten und die Pilze ebenfalls 1-2 Minuten andünsten. Dann mit dem Marsala ablöschen. Die Flüssigkeit auf einen Drittel reduzieren. Dann den Rahm(ersatz) zugeben und, falls es Ersatz sein sollte, die Prise Zucker einrühren. Die Sauce nach Geschmack eindicken lassen, dann mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Mit Reis und Erbsen servieren.

Pfeffriger Tofu mit Frühlingszwiebeln

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Obwohl ich Ottolenghis Buch „Genussvoll vegetarisch“ (2011) seit letztem Sommer besitze und verehre, bin ich erst wegen GourmetGuerillas Post auf dieses Rezept aufmerksam geworden. Scharfer Tofu mit Frühlingszwiebeln klingt supertoll. Und mein Freund fand das Gericht dann ebenso.
Mir wars zu fettig. Und zu wenig flüssig. Und zu pfeffrig. Wenigstens gegen die letzten beiden würde ein Schuss Wasser und weniger Pfeffer helfen. Und vielleicht probiert ihr es auch einfach mal mit GourmetGuerillas modifiziertem Rezept – das scheint sauciger.

Ich werde den Tofu wiedermal kochen. Aber dann spar ich mir die Mühe, Tofu selbst zu frittieren und kauf gleich frittierten.

Hier nun meins, leicht verändert – ich hätte vermutlich kaum so viele Zwiebeln, wie im Original verwendet, vertragen 😉

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